Oxfam-Bericht: Ungleichheit in G20-LĂ€ndern stark gestiegen
15.11.2024 - 15:28:43 | dpa.deDie Ă€rmere HĂ€lfte besitze lediglich fĂŒnf Prozent, heiĂt in einem veröffentlichten Oxfam-Bericht. Insgesamt sei das Vermögen des reichsten Prozents in den G20-LĂ€ndern in den vergangenen zwei Jahrzehnten um fast 150 Prozent auf 68,7 Billionen US-Dollar (65,16 Billionen Euro) gestiegen.
FĂŒr die Berechnung zur Vermögensverteilung in den G20-LĂ€ndern verwendete Oxfam nach eigenen Angaben die verfĂŒgbaren Daten aus dem UBS Global Wealth Report 2023.
Forderung nach globaler Besteuerung Superreicher
Dem Oxfam-Bericht zufolge sind die G20-LĂ€nder, in denen das reichste Prozent den gröĂten Anteil am Gesamtvermögen hat, Brasilien mit 48 Prozent, SĂŒdafrika mit 42 Prozent und Argentinien mit 40 Prozent. In Deutschland verfĂŒge das reichste Prozent ĂŒber rund 30 Prozent des Gesamtvermögens im Land.
Oxfam kritisiert, dass die zunehmende Ungleichheit und der stĂ€rker werdende Einfluss von Superreichen eine Gefahr fĂŒr die Demokratie seien. Der deutsche Kanzler Olaf Scholz mĂŒsse im Kreise der G20 Farbe bekennen und den Prozess fĂŒr ein Abkommen zur weltweiten Besteuerung Superreicher gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen entschieden vorantreiben, sagte Tobias Hauschild von Oxfam Deutschland. "So kann weltweit mehr in die ArmutsbekĂ€mpfung und die BewĂ€ltigung der Klimakrise investiert werden."
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