Rheinland-pfĂ€lzischer MinisterprĂ€sident: keine Signale fĂŒr US-Teilabzug
29.08.2025 - 12:08:43 | dpa.de"Ich sehe zurzeit ĂŒberhaupt keinen Grund zur Beunruhigung, aber es ist wichtig, dass wir in GesprĂ€che investieren, damit wir nahe beieinander bleiben", sagte der SPD-Politiker in Weilerbach unweit des riesigen US-StĂŒtzpunkts Ramstein.
Schweitzer besuchte dort die Baustelle des gröĂten US-MilitĂ€rkrankenhauses auĂerhalb der Vereinigten Staaten. Von den Kosten von etwa 1,59 Milliarden US-Dollar (rund 1,46 Mrd. Euro) ĂŒbernimmt Deutschland 266 Millionen Euro.
"Monument der Freundschaft und Zusammenarbeit"
Inmitten transatlantischer Spannungen habe das Projekt groĂes geopolitisches Gewicht, sagte Schweitzer. "Das ist nicht einfach ein Hospital. Das ist ein wirkliches Monument der Freundschaft und Zusammenarbeit", betonte der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende. Auch von US-Seite sei eine solch umfangreiche Investition "ein klares Signal" fĂŒr eine Fortsetzung der PrĂ€senz.
Schweitzer kĂŒndigte an, Ende September zu politischen GesprĂ€chen in die USA zu reisen. "Meine klare PrioritĂ€t ist die Vertiefung der Zusammenarbeit. Die amerikanischen Freunde wissen, was sie an der PrĂ€senz in Europa haben."
Bundesland mit viel US-MilitÀrprÀsenz
Der riesige StĂŒtzpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz beheimatet die gröĂte US-MilitĂ€rgemeinde auĂerhalb der Vereinigten Staaten. Von der Air Base mit rund 8.000 Soldaten können unter anderem US-Drohnenangriffe gesteuert werden. Auf dem MilitĂ€rflughafen BĂŒchel in der Eifel sollen US-Atomwaffen lagern. Die Klinik in Weilerbach nahe Kaiserslautern soll unter anderem die Versorgung Verwundeter aus US-EinsĂ€tzen im Nahen Osten und in Afrika sicherstellen. Auf dem 47 Hektar groĂen Areal entstehen unter anderem 120 Behandlungszimmer.
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