Metall, Reichensteuer

IG Metall fordert Reichensteuer und höheren Spitzensteuersatz

30.04.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

In der Steuer-Debatte fordert die Chefin der IG Metall, Christian Benner, eine Reichensteuer.

Jachthafen (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Wir mĂŒssen die, die viel haben, stĂ€rker an der Finanzierung des Gemeinwohls beteiligen. Ein Weg wĂ€re eine Reichensteuer fĂŒr das reichste ein Prozent, dem in Deutschland ein Drittel des Vermögens gehört", sagte Benner der "Rheinischen Post" (Mittwoch). "Ich kenne wohlhabende Menschen, die auch bereit wĂ€ren, mehr beizutragen." Zumindest aber sollte der Spitzensteuersatz erhöht werden: "Ich verstehe nicht, warum wir unter Helmut Kohl einen Spitzensteuersatz von 53 Prozent hatten, wĂ€hrend er heute nur bei 42 Prozent und fĂŒr Reiche bei 45 Prozent liegt. Wir sollten den Spitzensteuersatz anheben und mittlere Einkommen entlasten", sagte Benner weiter.

"Wenn wir die Körperschaftsteuer fĂŒr Kapitalgesellschaften senken, brauchen wir ohnehin eine Gegenfinanzierung." Im Streit um den Mindestlohn fordert die Chefin der IG Metall, die Festlegung der Mindestlohn-Kommission zu ĂŒberlassen. "Es ist Sache der Mindestlohn-Kommission, die Höhe festzulegen. Dort muss die Einigung im Einvernehmen passieren", sagte Benner der "Rheinischen Post". "Wir sollten die Tarifautonomie stĂ€rken." Benner sagte weiter: "Ich bin sicher, dass die Kommission eine richtige Entscheidung treffen wird. Sie muss sich ja nicht nur an der Lohnentwicklung, sondern auch an EU-Vorgaben orientieren, wonach der Mindestlohn 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens, prĂ€zise des Medianlohns, betragen soll. Das wĂ€ren in etwa 15 Euro." Die IG Metall-Chefin mahnte: "Und wir können auch mal fragen: Reichen 15 Euro Stundenlohn zu einem wĂŒrdigen Leben?" SPD-GeneralsekretĂ€r Matthias Miersch hatte mit einem Eingreifen des Gesetzgebers bei der Festlegung des Mindestlohns gedroht. Zugleich warnte die IG Metall-Chefin die neue Koalition davor, die tĂ€gliche Höchstarbeitszeit durch eine Wochengrenze zu ersetzen: "FĂŒr Menschen etwa, die auf Montage arbeiten, brauchen wir die tĂ€gliche Höchstarbeitszeit von zehn Stunden. Sonst lassen Arbeitgeber sie, um Fahrt- und Übernachtungskosten zu sparen, lĂ€ngere Schichten arbeiten. Ohne die tĂ€gliche Höchstarbeitsarbeitszeit drohen BeschĂ€ftigten Schichten von drei Mal 13 Stunden in der Woche. Das Arbeitszeitgesetz und unsere TarifvertrĂ€ge bieten jetzt schon ausreichend FlexibilitĂ€t", so Benner.

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