IG Metall fordert Reichensteuer und höheren Spitzensteuersatz
30.04.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de"Wenn wir die Körperschaftsteuer fĂŒr Kapitalgesellschaften senken, brauchen wir ohnehin eine Gegenfinanzierung." Im Streit um den Mindestlohn fordert die Chefin der IG Metall, die Festlegung der Mindestlohn-Kommission zu ĂŒberlassen. "Es ist Sache der Mindestlohn-Kommission, die Höhe festzulegen. Dort muss die Einigung im Einvernehmen passieren", sagte Benner der "Rheinischen Post". "Wir sollten die Tarifautonomie stĂ€rken." Benner sagte weiter: "Ich bin sicher, dass die Kommission eine richtige Entscheidung treffen wird. Sie muss sich ja nicht nur an der Lohnentwicklung, sondern auch an EU-Vorgaben orientieren, wonach der Mindestlohn 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens, prĂ€zise des Medianlohns, betragen soll. Das wĂ€ren in etwa 15 Euro." Die IG Metall-Chefin mahnte: "Und wir können auch mal fragen: Reichen 15 Euro Stundenlohn zu einem wĂŒrdigen Leben?" SPD-GeneralsekretĂ€r Matthias Miersch hatte mit einem Eingreifen des Gesetzgebers bei der Festlegung des Mindestlohns gedroht. Zugleich warnte die IG Metall-Chefin die neue Koalition davor, die tĂ€gliche Höchstarbeitszeit durch eine Wochengrenze zu ersetzen: "FĂŒr Menschen etwa, die auf Montage arbeiten, brauchen wir die tĂ€gliche Höchstarbeitszeit von zehn Stunden. Sonst lassen Arbeitgeber sie, um Fahrt- und Ăbernachtungskosten zu sparen, lĂ€ngere Schichten arbeiten. Ohne die tĂ€gliche Höchstarbeitsarbeitszeit drohen BeschĂ€ftigten Schichten von drei Mal 13 Stunden in der Woche. Das Arbeitszeitgesetz und unsere TarifvertrĂ€ge bieten jetzt schon ausreichend FlexibilitĂ€t", so Benner.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
