Industrieübung, Seilwinden

Industrieübung: Drei Seilwinden helfen bei der Rettung im Steinbruch

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 20:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sieben Feuerwehren erprobten im Steinbruch die Bergung Eingeklemmter aus Pkw und Baumaschinen; weitere Übungen umfassten Höhen- und Tiefenrettung.
Weite Ansicht eines zerklüfteten Steinbruchs mit steilen Felswänden und Geröllfeldern bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Sieben Feuerwehren des Abschnitts 4 im Bezirk Eisenstadt-Umgebung haben im Steinbruch der Schraufstädter GmbH komplexe Szenarien der technischen Hilfeleistung geprobt. Im Zentrum der groß angelegten Übung standen Unfälle mit schweren Baumaschinen und Pkw, wie regionale Medien am 20. Oktober 2026 berichteten. Beteiligt waren die Einsatzkräfte aus Wimpassing, Leithaprodersdorf, Loretto, Hornstein, Stotzing, Neufeld und Müllendorf.

Rettungseinsätze an Baumaschinen und Pkw im Steinbruch

Die Übungsleitung konfrontierte die beteiligten Einheiten mit mehreren anspruchsvollen Lagen. In einem ersten Übungsteil galt es, zwei Verkehrsunfälle mit jeweils zwei eingeklemmten Fahrzeuginsassen abzuarbeiten. Diese Aufgaben wurden aufgeteilt, sodass jeweils zwei bis drei Feuerwehren pro Szenario im Einsatz waren.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bergung in industrieller Umgebung: Die Einsatzkräfte mussten die Rettung zweier teilweise eingeklemmter Arbeiter nach dem Umsturz eines Muldenkippers bewältigen. Zur Absicherung der ausrangierten Mulde kamen Hebekissen sowie drei Seilwinden zum Einsatz, bei denen lose Umlenkungen zur Verdopplung der Zugkraft genutzt wurden.

Ergänzend wurde die Menschenrettung von hoch gebauten Baumaschinen mithilfe mobiler Rettungsplattformen trainiert. Abschnittskommandant Franz Nechansky zeigte sich mit dem Verlauf der Übung zufrieden. Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem Wolfgang Schraufstädter, Geschäftsführer und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Loretto, für seine langjährige Tätigkeit ausgezeichnet.

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Menschenrettung und Absturzsicherung am Lamingbach

Auch in anderen Regionen trainierten Hilfskräfte zeitgleich anspruchsvolle Rettungsverfahren im unwegsamen Gelände. Am 19. Oktober 2026 führten die Freiwilligen Feuerwehren Kapfenberg-Diemlach und Bruck an der Mur eine gemeinsame Übung im Gebiet um den aufgestauten Lamingbach durch. Die Übungsannahme sah sechs abgestürzte, schwer verletzte und größtenteils nicht gehfähige Jugendliche vor.

Spezialisierte Gruppen für Menschenrettung und Absturzsicherung koordinierten die Rettung und schufen den Zugang zu den Verunglückten, die anschließend mit Korbtragen transportiert wurden. Weitere Einsatzkräfte sorgten for den Materialnachschub sowie den Aufbau der Stromversorgung samt Beleuchtung, wobei auch die Feuerwehrjugend eingebunden war. Nach Erreichen aller Übungsziele fand die Abschlussbesprechung im Rüsthaus Bruck statt.

Werkstattbrände und Tiefenrettung in Industrieanlagen

Ernstfälle in Betrieben erfordern von den Rettungsdiensten und Wehren regelmäßig das Vorgehen unter erschwerten Bedingungen. In Ichenhausen übten die örtliche Feuerwehr und der Rettungsdienst am 17. Oktober 2026 ab etwa 8:30 Uhr bei der Firma KLB Kötztal die Rettung eines Patienten aus der vierten Ebene über eine enge Stahltreppe.

Unter der Leitung von Oliver Stritzinger und Dominik Ziegler richteten die Einsatzkräfte auf der fünften Ebene einen Anschlagpunkt für einen Seilzug ein und ließen den Patienten in einer Schleifkorbtrage durch den Aufzugsschacht ab.

Nach gut einer Stunde ereignete sich ein realer Zwischenfall: Ein Mitglied des Rettungsdienstes stürzte auf einer Treppenstufe, zog sich eine Schulterverletzung zu und musste nach einem Notruf per Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden, ehe die Übung fortgesetzt werden konnte.

Bereits am 16. Oktober 2026 hatten die Löschgruppen Landemert und Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Plettenberg gemeinsam mit der hauptamtlichen Wache einen Einsatz bei Elaflex Hiby in der Grünestraße simuliert.

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Angenommen worden waren eine Verpuffung im Betrieb, ein Kellerbrand sowie mehrere vermisste Mitarbeiter auf unterschiedlichen Ebenen. Unter Atemschutz retteten mehrere Trupps Personen und schwere Übungspuppen. Vor Ort agierten zudem Hygienebeauftragte, die Einsatzkräfte beim Ablegen kontaminierter Schutzkleidung unterstützten.

Vom 12. bis zum 14. Oktober 2026 führte darüber hinaus das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz Koblenz einen dreitägigen Fortbildungslehrgang für Ausbilder der Höhenretter durch. Im Fokus stand die Einweisung in ein neu beschafftes Dreibeinsystem für Rettungen bei Hochwasser, kontrolliertes Ablassen sowie Einsätze in Trümmerstrukturen, für das alle Teilnehmenden eine Zertifizierung erhielten.

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