Infantino-Skandal, Sechsstellige

Infantino-Skandal: Sechsstellige Abfindung und 30% Gehaltsplus enthüllt

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 00:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

UEFA bestätigt hohe Abfindung und Gehaltsplus für Infantinos Ex-Kollegin. FIFA weist Vorwürfe zurück, interne Prüfung läuft.

Infantino unter Druck: Neue Vorwürfe zu UEFA-Zahlungen an Ex-Mitarbeiterin
Moderner Konferenzraum mit Blick auf ein Fußballstadion, symbolisch für rechtliche Untersuchungen im Sportmanagement. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Am 8. August 2026 wurden schwerwiegende Vorwürfe gegen den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino öffentlich, die seine frühere Amtszeit beim europäischen Fußballverband UEFA betreffen. Im Kern der Anschuldigungen stehen finanzielle Vergünstigungen und Abfindungszahlungen an eine ehemalige enge Mitarbeiterin, die zum Teil deutlich über branchenübliche Standards hinausgegangen sein sollen.

Details zu den Zahlungen und Gehaltserhöhungen

Den Berichten zufolge leistete die UEFA im Jahr 2011 eine Abfindung in mindestens sechsstelliger Höhe an die betreffende Angestellte. Zusätzlich zu dieser Einmalzahlung übernahm der Verband die Kosten für ein MBA-Studium der Mitarbeiterin. Die Studiengebühren werden mit jährlich etwa 52.500 Euro beziehungsweise rund 45.000 Pfund beziffert.

Zusätzliche Brisanz erhalten die Vorgänge durch Informationen über die Gehaltsentwicklung der Frau unmittelbar vor ihrem Ausscheiden aus dem Verband. Demnach sei ihr Salär um 30 Prozent auf eine Summe von zirka 160.000 Schweizer Franken angehoben worden. Laut Berichten des Telegraph soll Infantino in seiner damaligen Funktion als UEFA-Generalsekretär diese Konditionen persönlich ausgehandelt haben. Er bekleidete dieses Amt im Zeitraum von 2009 bis 2016. In Medienberichten wird zudem behauptet, dass zwischen Infantino und der Mitarbeiterin eine private Beziehung bestanden habe.

Reaktionen der Verbände und interne Ermittlungen

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Die Reaktionen auf die Veröffentlichung der Vorwürfe fallen innerhalb der Sportverbände gegensätzlich aus. Während die UEFA die getätigten Zahlungen inzwischen offiziell bestätigt hat, wies die FIFA die Anschuldigungen im Namen ihres Präsidenten zurück. Infantino selbst bestreitet die Vorhaltungen entschieden.

Angesichts der im Raum stehenden Vorwürfe hat die UEFA bereits reagiert und interne Ermittlungen eingeleitet. Diese sollen klären, unter welchen Umständen die Zahlungen genehmigt wurden und ob dabei gegen verbandsinterne Richtlinien oder rechtliche Vorgaben verstoßen wurde. Die genaue Rolle des damaligen UEFA-Präsidenten Michel Platini in diesem Prozess gilt bislang als ungeklärt. Auch über die konkreten Gründe, die seinerzeit zum Ausscheiden der Mitarbeiterin führten, liegen derzeit keine detaillierten Informationen vor.

Einordnung der aktuellen Situation

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Die neuen Erkenntnisse belasten den FIFA-Präsidenten zu einem Zeitpunkt, an dem dieser um seine berufliche Zukunft an der Spitze des Weltfußballverbandes kämpft. Die Debatte um die Abfindungspraktiken wirft erneut Fragen zur Governance und zur Transparenz in den Führungsebenen der großen Sportverbände auf.

Juristen weisen darauf hin, dass die rechtliche Bewertung solcher Vereinbarungen stark von der Einhaltung interner Kontrollmechanismen abhängt. Da die betreffenden Vorgänge bereits über ein Jahrzehnt zurückliegen, bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen die nun eingeleiteten Untersuchungen der UEFA für die aktuelle Position Infantinos bei der FIFA haben könnten. Die FIFA betont unterdessen die Integrität ihres Präsidenten und sieht in den Berichten eine unbegründete Kampagne gegen dessen Person.

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