Nahrungsmittel, Energie

BauernprĂ€sident warnt vor DĂŒngemittel-Knappheit durch Iran-Krieg

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 00:00 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Infolge des Iran-Kriegs steht Deutschland nach EinschĂ€tzung des Deutschen Bauernverbandes vor einer DĂŒngemittel-Krise."Ein physischer Engpass ist bislang ausgeblieben, aber die Stickstoffpreise verharren strukturell auf hohem Niveau, und die VorrĂ€te fĂŒr die neue Saison sind gefĂ€hrlich gering", sagte BauernprĂ€sident Joachim Rukwied dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

BauernprĂ€sident warnt vor DĂŒngemittel-Knappheit durch Iran-Krieg
Bauer mit Traktor (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Insgesamt belaste der Iran-Krieg die deutschen Landwirte erheblich. "Bei vielen Betrieben geht das inzwischen an die Substanz", so Rukwied. Der Iran-Krieg habe einen weiteren Betriebsmittel-Preisschock ausgelöst, und das bei gleichzeitig sehr niedrigen Erzeugerpreisen.

"Die Lage am Golf hat sich bis heute nicht verbessert, was unsere BefĂŒrchtungen bestĂ€tigt: Wer sich hier auf das Prinzip Hoffnung verlĂ€sst, gefĂ€hrdet die Versorgungssicherheit", warnte Rukwied. Das hohe Preisniveau beim Diesel belaste die Betriebe massiv. Er forderte kurzfristig eine befristete Absenkung der Energiesteuer auf das EU-Mindestmaß sowie eine Entlastung bei der CO2-Bepreisung.

Da der Konflikt am Golf anhalte und die Gaspreise jederzeit anziehen könnten, sei ein erneuter Preissprung ĂŒber die Erdgas-Ammoniak-Kette jederzeit möglich. "Genau davor warnen wir - die Ruhe am DĂŒngermarkt ist trĂŒgerisch", sagte Rukwied. Langfristig gehe es um mehr europĂ€ische VersorgungssouverĂ€nitĂ€t bei DĂŒngemitteln. Symbolische Zollaussetzungen, die durch die fortbestehende CO2-Grenzausgleichsbesteuerung gleich wieder verpufften, reichten nicht.

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