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ISO 9001-Revision: Digitale Krisenresilienz wird Zertifizierungspflicht

10.06.2026 - 19:18:20 | boerse-global.de

Die ISO 9001-Revision verankert digitale Krisenresilienz im Qualitätsmanagement. Unternehmen müssen künftig detailliert digitale Risiken nachweisen.

Neue ISO 9001: Digitale Krisenresilienz wird Pflicht für Unternehmen
ISO - Ein stilisiertes, leuchtendes digitales Netzwerk überlagert ein modernes Bürogebäude in einer Stadt bei Dämmerung. 10.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Neben ökologischen Kennzahlen rücken zunehmend die digitale Widerstandsfähigkeit und organisatorische Strukturen der Herstellerverantwortung in den Fokus der Compliance-Abteilungen.

ISO 9001-Revision: Digitale Krisenresilienz wird Pflicht

Für den kommenden Herbst erwartet das Qualitätsmanagement einen wesentlichen Impuls. Die Revision der Norm ISO 9001 sieht vor, die digitale Krisenresilienz fest in den Zertifizierungsprozessen zu verankern. Unternehmen müssen künftig detailliert nachweisen, wie sie digitale Risiken steuern. Die digitale Krisenkommunikation wird damit zum integralen Bestandteil des Qualitätsmanagements. Die Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Informationssicherheit und Kommunikationsfähigkeit in Krisensituationen.

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Schweiz: Gemischte Bilanz zur Agenda 2030

In Bern diskutierten diese Woche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele. Grundlage war der vierte Länderbericht der Schweiz, den der Bundesrat Mitte Mai verabschiedet hatte. Die Bilanz fällt gemischt aus: Fortschritte gibt es bei Kreislaufwirtschaft, Gleichstellung und beim Ausbau erneuerbarer Energien. Künftige Massnahmen sollen sich auf Projekte mit der grössten ökologischen und sozialen Hebelwirkung konzentrieren.

Parallel dazu debattiert das Land die finanzielle Stabilität der sozialen Sicherungssysteme. Analysen deuten auf Auswirkungen früherer Unternehmenssteuerreformen auf die AHV-Beiträge hin. Schätzungen für 2018 gehen von Mindereinnahmen von rund 182 Millionen Franken aus – bedingt durch den Wechsel von Selbstständigkeit in Kapitalgesellschaften.

Neue Modelle für die Herstellerverantwortung

Eine aktuelle Kurzstudie der Stiftung GRS Batterien liefert neue rechtliche Orientierung zur Kreislaufwirtschaft. Die von der Kanzlei Becker Büttner Held erstellte Untersuchung bestätigt die Zulässigkeit einer industriegetragenen Gemeinsamen Herstellerstelle (GHS). Dieses Modell zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) gilt für die Batterie- und Textilbranche als sachgerechte Alternative zu rein beratenden Gremien.

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Während neue Modelle der Herstellerverantwortung die Kreislaufwirtschaft prägen, verschärfen auch neue EU-Regeln den Handlungsdruck für Unternehmen. Ein kostenloser Report zur CLP-Verordnung hilft Fachverantwortlichen, die neuen Kennzeichnungspflichten bis 2025 rechtssicher umzusetzen. Kostenlose CLP-Checkliste und Analyse herunterladen

Für Medizintechnik-Unternehmen stehen zudem kurzfristige Änderungen bevor. Ein Branchentreffen diese Woche widmet sich den spezifischen Compliance- und Designanforderungen aus dem Verpackungsgesetz und der EU-Verpackungsverordnung (PPWR).

CCS-Projekt in Norwegen: Dekarbonisierung mit Hürden

Dass technische Lösungen zur Emissionsminderung mit operativen Hürden verbunden sind, zeigt ein CCS-Projekt in Norwegen. Die Anlage eines Baustoffherstellers in Brevik erreichte im ersten Betriebsjahr seit Juni 2025 lediglich eine CO2-Reduktion von 15 Prozent – geplant waren 50 Prozent. Konstruktionsfehler und Leckagen führten zwischen Herbst 2025 und Frühjahr 2026 zu mehreren Betriebsunterbrechungen.

Zusätzlichen Druck erzeugt eine neue chemikalienrechtliche Bewertung. Das Risikobewertungskomitee der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) hat den Stoff TFA als fortpflanzungsgefährdend in Kategorie 1B eingestuft. Das hat unmittelbare Folgen für die Zulassungsfähigkeit von Pestiziden, die TFA freisetzen.

Rohstoffsicherung und Klimaanpassung

Trotz der Herausforderungen investieren Unternehmen weiter in grüne Infrastruktur. In der italienischen Provinz Vicenza begann der bau eines Solarprojekts, das noch dieses Jahr fertiggestellt werden soll. Im Bergbausektor treibt Eurobattery Minerals die Erschliessung von Batteriemineralprojekten in Finnland und Spanien voran und hat Anträge auf den Status nach dem EU-Gesetz zu kritischen Rohstoffen (CRMA) gestellt.

In Österreich mahnen Experten eine grundlegende Neuausrichtung des Wassermanagements an. Wegen Klimawandel und gestiegener Verdunstung sanken die Grundwasserpegel in den vergangenen 15 Jahren um 30 bis 50 Zentimeter. Fachleute der TU Wien fordern den Aufbau eines Wasserentnahmeregisters und eine stärkere Nutzung von gereinigtem Abwasser. Auch die Dominanz der Wasserkraft könnte infolge veränderter Abflussmengen abnehmen.

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