Jim Rogers: Drei Empfehlungen für den China-Anleger
Veröffentlicht: 18.12.2007 um 15:09 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)17.12.07 (www.emfis.com) Der Investment-Guru Jim Rogers ist für den chinesischen Aktienmarkt weiterhin „bullish“. Wie der ehemalige Manager des Quantum-Fonds gegenüber „USA Today“ erklärte, gebe es an den Börsen in China und Hongkong eine enorme Zahl an Investment-Gelegenheiten mit einem beträchtlichen Gewinnpotential. Er rate den Anlegern deshalb, so viel über Chinas Unternehmen und Kapitalmarktstrukturen zu lernen wie nur möglich.
Allerdings, so Rogers, liege auch in China das Geld nicht auf der Straße. Es werde dort am Markt immer wieder zu Korrekturen und Rücksetzern kommen; in manchen Branchen deute sich außerdem bereits eine Blasenbildung an. Dennoch seien die Chancen weitaus größer als die Risiken. Investoren sollten sich jetzt in interessante Branchen und solide Einzelwerte einkaufen, um das langfristige Potential der China-Börsen voll für sich auszuschöpfen.
Jim Rogers hält in China folgende Branchen für besonders attraktiv:
- die Wasserwirtschaft: China habe durch den Wirtschaftsboom und die zunehmende Verstädterung ein immer ernster werdendes Trinkwasser-Problem. Etwa 60 Prozent der rund 660 Großstädte könnten bereits heute nicht mehr ausreichend versorgt werden; der Investitionsbedarf sei enorm.
- alternative Energien: Im Bereich Sonnenenergie und Photovoltaik habe bereits ein ansehnlicher Boom eingesetzt. Insbesondere auf Ebene der einzelnen Haushalte werde die Solarenergie bereits umfangreich genutzt. Der Pro-Kopf-Anteil der Solarenergie-Nutzung am Gesamtverbrauch sei hier bereits höher als in allen anderen Ländern. Gleichzeitig habe die Regierung umfangreiche Windenergie-Projekte ins Leben gerufen. Der Anteil der Windkraft an der Gesamtstromversorgung werde den der Kernenergie bis 2020 übertreffen.
- Transport: China Automarkt weise das weltweit höchste Volumen-Wachstum auf. Er habe gleichzeitig im vergangenen Jahr den japanischen Markt überholt und sei nunmehr nach den USA der zweitgrößte Automarkt der Welt. Allerdings gebe es hier auf vielen Produktionsebenen Überkapazitäten. Gleichzeitig gebe es auch im Luftverkehr bei den Investitionen in Eisenbahn-Infrastruktur enorm hohe Wachstumsraten. Die Regierung habe im vergangenen Jahr erklärt, bis 2010 rund 190 Milliarden Dollar in den Ausbau des landesweiten Schienen-Netzes zu stecken.
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