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Junges Wohnen: Grüne fordern 100.000 Wohnheimplätze bis 2030

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 21:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Grünen verlangen mehr Förderung für Wohnheime, strengere Regeln bei möblierten Wohnungen und Untervermietung sowie 1.000 Euro Starthilfe für bedürftige Azubis.

Grüne fordern 100.000 Wohnheimplätze und Azubistarthilfe bis 2030
Moderne Wohnhausfassade in einer deutschen Universitätsstadt bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine weitreichende Initiative zur Verbesserung der Wohnsituation für junge Menschen in Deutschland vorgelegt. In einem aktuellen Antrag mit der Nummer 21/8122 fordert die Partei die Bundesregierung auf, bis zum Jahr 2030 den Bau sowie die Sanierung von insgesamt 100.000 Wohnheimplätzen für Studierende und Auszubildende massiv zu fördern. Ziel des Vorstoßes ist es, den wachsenden Druck auf den angespannten Wohnungsmärkten in Ballungsräumen und Universitätsstädten abzufedern.

Ausbau der Infrastruktur für „Junges Wohnen“

Das parlamentarische Papier sieht vor, dass die Bundesmittel für das bestehende Programm „Junges Wohnen“ deutlich angehoben werden. Nach den Vorstellungen der Antragsteller soll durch die Erhöhung der finanziellen Unterstützung sichergestellt werden, dass bezahlbarer Wohnraum spezifisch für junge Menschen in der Ausbildungsphase geschaffen wird. Dabei wird explizit die Gleichstellung von akademischer und beruflicher Bildung betont, indem sowohl studentische Wohnheime als auch Unterkünfte für Auszubildende in die Förderstrategie einbezogen werden.

Die geforderte Quote von 100.000 Plätzen bis zum Ende des Jahrzehnts umfasst dabei nicht nur Neubauprojekte, sondern auch die Modernisierung des bereits vorhandenen Bestands, um zeitgemäße Wohnstandards und energetische Sanierungen zu ermöglichen.

Reformen im Mietrecht und Regulierung von Untervermietungen

Ein wesentlicher Teil des Antrags widmet sich den rechtlichen Rahmenbedingungen auf dem privaten Wohnungsmarkt. Die Grünen fordern eine stärkere Regulierung der Vermietung von möbliertem Wohnraum. In der Vergangenheit wurde hier oft kritisiert, dass Möblierungszuschläge genutzt werden könnten, um bestehende Mietpreisbegrenzungen zu umgehen.

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Zusätzlich zielt der Antrag 21/8122 auf Anpassungen bei der Untervermietung ab. Die Fraktion fordert gesetzliche Maßnahmen, die verhindern sollen, dass aus der Untervermietung von Wohnraum übermäßige Gewinne erzielt werden. Gleichzeitig soll der Kündigungsschutz für Untermieter gestärkt werden, um dieser oft prekär wohnenden Gruppe mehr rechtliche Sicherheit gegenüber den Hauptmietern oder Eigentümern zu bieten.

Direkte Finanzhilfen für den Ausbildungsstart

Neben den strukturellen Maßnahmen am Wohnungsmarkt beinhaltet die Initiative auch eine direkte finanzielle Unterstützung für junge Menschen. Für bedürftige Auszubildende wird die Einführung einer sogenannten Azubistarthilfe gefordert. Diese einmalige Zahlung soll bei 1.000 Euro liegen und dazu beitragen, die hohen Initialkosten beim Beginn einer Berufsausbildung – etwa für Umzüge, Kautionen oder die erste Einrichtung – zu decken.

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Mit diesem Maßnahmenbündel reagiert die Fraktion auf die schwierige finanzielle Lage vieler Auszubildender und Studierender, für die die Wohnkosten oft die größte Belastung im monatlichen Budget darstellen. Wie aus den Unterlagen des Bundestages hervorgeht, wird eine ganzheitliche Strategie angestrebt, die sowohl die Angebotsseite durch staatlichen Wohnungsbau als auch die rechtliche Absicherung der Mieter und direkte Transferzahlungen umfasst.

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