Erneuerbare, Energiewende

Lithium: Russland und China investieren in Bolivien

30.06.2023 - 04:16:29 | dpa.de

Keine E-MobilitÀt ohne Batterien, keine Batterien ohne Lithium: Mit der globalen Wende hin zu Elektroautos nimmt das Wettrennen um Lithium Fahrt auf. Ganz vorne mit dabei: Russland und China.

Vertreter der russischen Uranium One Group und des bolivianischen Staatsunternehmens Yacimientos de Litio Bolivianos unterzeichnen in La Paz ein Abkommen ĂŒber die Industrialisierung von Lithium. - Foto: Juan Karita/AP

Im weltweiten Rennen um den Rohstoff Lithium fĂŒr die Produktion von Elektroautos investieren Russland und China in die Förderung des wichtigen Leichtmetalls in Bolivien. Uranium One Group, eine Tochter des russischen Nuklearkonzerns Rosatom, und das chinesische Unternehmen Citic Guoan wĂŒrden rund 1,4 Milliarden US-Dollar (1,29 Mrd Euro) fĂŒr den Bau von zwei Lithium-Fabriken im Department PotosĂ­ ausgeben, teilte der bolivianische Staatskonzern YLB mit. Dort sollen mindestens 45.000 Tonnen Lithium pro Jahr produziert werden.

Angesichts des Booms von Elektroautos und dem rasant steigenden Bedarf an Batterien hat ein globales Wettrennen um Lithium eingesetzt, das fĂŒr die Zukunft der E-MobilitĂ€t unverzichtbar ist. Chinesische Unternehmen haben bereits Milliarden in Lateinamerika und Afrika investiert, um sich Vorkommen zu sichern. Bis 2025 könnte China nach den Erwartungen von Experten rund ein Drittel der weltweiten Lithium-Versorgung kontrollieren.

«Diese beiden Abkommen werden es uns ermöglichen, diesen Industrialisierungsprozess mit zwei sehr wichtigen internationalen Unternehmen zu beschleunigen», sagte YLB-PrĂ€sident Carlos Ramos. Auch das deutsche Unternehmen ACI Systems wollte in dem grĂ¶ĂŸten einzelnen Lithium-Vorkommen der Welt, dem Salar de Uyuni, Lithium fördern und hatte sogar schon ein Kooperationsabkommen mit YBL geschlossen. Kurz vor seinem RĂŒcktritt hatte der damalige PrĂ€sident Evo Morales 2018 den Vertrag wegen Protesten in der Region PotosĂ­ allerdings aufgekĂŒndigt.

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