KfW-Programm ab Juli: 30.000 Euro Zuschuss für Büro-zu-Wohnung
24.06.2026 - 03:09:46 | boerse-global.de
Das neue Programm hat ein Volumen von 360 Millionen Euro. Investoren und Selbstnutzer können Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit erhalten. Die maximal förderfähigen Ausgaben liegen bei 100.000 Euro.
Wer in sanierte Immobilien investiert, sollte auch die steuerlichen Vorteile genau kennen. Dieser kostenlose PDF-Ratgeber erklärt, wie Sie die degressive AfA und Sonderabschreibungen optimal nutzen, um Ihre Rendite zu maximieren. Jetzt kostenlosen Abschreibungs-Leitfaden herunterladen
Voraussetzung: Die Antragstellung muss vor Baubeginn erfolgen. Nach Abschluss der Maßnahmen muss der Standard Effizienzhaus 85 erreicht werden. Für Baudenkmale gibt es Erleichterungen – hier gilt der Standard EH Denkmal EE.
Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat zudem die bestehende EH55-Plus-Förderung bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Das Programm bietet zinsverbilligte Kredite bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit bei einem Zinssatz von derzeit 1,0 Prozent. Voraussetzung: Die Wärmeversorgung muss vollständig aus erneuerbaren Energien stammen.
Warum der Markt für Denkmalimmobilien boomen könnte
Die sinkenden Fertigstellungszahlen im Wohnungsbau treiben Investoren in die Sanierung. 2025 wurden mit 206.600 Einheiten rund 18 Prozent weniger Wohnungen fertiggestellt als im Vorjahr. Sanierungsprojekte und die Konversion von Gewerbeflächen rücken daher verstärkt in den Fokus.
Am Standort Leipzig erzielen sanierte Denkmalimmobilien derzeit Renditen zwischen 5,49 und 5,64 Prozent. Eine Zweizimmerwohnung mit rund 50 Quadratmetern kostet etwa 180.000 Euro. Größere Einheiten oder Maisonettewohnungen werden mit Kaltmieten von rund 1.250 Euro kalkuliert.
Schlösser ab 20.000 Euro – die Preisspanne ist riesig
Ein spezielles Segment bilden historische Burgen und Schlösser. Bundesweit sind über 70 solcher Objekte im Angebot. Die Preisspanne reicht von symbolischen Beträgen unter 20.000 Euro für sanierungsbedürftige Anlagen in Sachsen bis zu 3,95 Millionen Euro für Schlösser in Bayern oder Baden-Württemberg. Die Wohnflächen liegen oft zwischen 300 und über 2.500 Quadratmetern.
Ob Sanierungsobjekt oder Denkmal – eine solide Steuerstrategie ist für Immobilienbesitzer die Basis für langfristige Liquidität. Erfahren Sie in diesem Experten-Report von A bis Z, wie Sie durch gezielte Abschreibungen Steuern sparen und Investitionen refinanzieren. Gratis-Leitfaden: Abschreibungen für Immobilienbesitzer
Innovative Sanierungskonzepte: So spart ein Gründerzeithaus 78 Prozent Heizenergie
Bei der energetischen Sanierung historischer Substanz kommen zunehmend kreative Verfahren zum Einsatz. Ein aktuelles Projekt in Wien zeigt, wie es geht: Duschabwasserwärmerückgewinnung, Tiefensonden und Naturdämmstoffe wie Stroh und Schafwolle senkten den Heizwärmebedarf eines Gründerzeithauses um 78 Prozent.
In Hessen wurde im Juni 2026 die Sanierung einer historischen Scheune in Schlitz für den Hessischen Denkmalschutzpreis nominiert. Die Eigentümer realisierten dort ohne öffentliche Förderung eine Haus-in-Haus-Konstruktion mit Wärmepumpen und Photovoltaik. Grund für den Verzicht auf Fördermittel: Sie schufen mehr als drei Wohneinheiten. Die Preisverleihung ist für September in Marburg geplant.
Stiftungen springen ein, wo der Staat nicht reicht
Private Organisationen sichern den Erhalt bedeutender Bauwerke, wo staatliche Programme nicht greifen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellte zuletzt 55.000 Euro für die Sicherung einer Burgruine in Bingen bereit und 40.000 Euro für Arbeiten an einem Schloss in Riesa, das seit den 1990er Jahren durch Notsicherungen stabilisiert wird.
Auch kleinere Maßnahmen werden gefördert: 10.000 Euro für die Sanierung einer Fassade an einer Neorenaissance-Villa in Halberstadt oder Holzbauarbeiten an Schlossanlagen in Thüringen. Die Zuschüsse gleichen den Mehraufwand aus, den Denkmalschutzauflagen bei der Instandsetzung historischer Schmuckelemente oder statischer Konstruktionen verursachen.
