KI-Agenten brauchen keine neuen AbhÀngigkeiten, sondern offene Technologie
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 16:03 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSKI-Agenten lassen sich heute mit vergleichsweise geringem Aufwand entwickeln. Die eigentliche Herausforderung fĂŒr Unternehmen liegt jedoch darin, sie zuverlĂ€ssig und sicher in bestehende GeschĂ€ftsprozesse zu integrieren. DafĂŒr braucht es geeignete Governance-Strukturen, klare Verantwortlichkeiten und eine flexible technologische Infrastruktur. Gregor von Jagow, Senior Director & Country Manager Germany bei Red Hat, sieht in offenen Technologien einen entscheidenden Faktor, um KI-Agenten produktiv einzusetzen und langfristig zu skalieren.
âDie Entwicklung ist tatsĂ€chlich nicht mehr die gröĂte HĂŒrde, der produktive Einsatz ist esâ, erklĂ€rt von Jagow. Unternehmen mĂŒssten sicherstellen, dass KI-Agenten zuverlĂ€ssig in bestehende Prozesse integriert werden, kontrollierten Zugriff auf bestimmte Bereiche erhalten und gleichzeitig die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen erfĂŒllen. Governance, passende Daten- und Prozessstrukturen sowie eine flexible Infrastruktur seien dafĂŒr unverzichtbar.
Fehlende Governance bremst den produktiven Einsatz
Obwohl die technologischen Möglichkeiten schnell wachsen, fĂ€llt es vielen Unternehmen schwer, KI-Agenten ĂŒber Pilotprojekte hinaus einzusetzen. Eine wesentliche Herausforderung besteht darin, die Voraussetzungen fĂŒr einen kontrollierten und skalierbaren Betrieb zu schaffen. Dazu gehören klare Zugriffsrechte, definierte Verantwortlichkeiten und die FĂ€higkeit, unerwĂŒnschtes Verhalten zu verhindern.
Dass hier noch Nachholbedarf besteht, zeigen laut von Jagow auch Zahlen aus dem Unternehmensumfeld: Nur 30 Prozent der deutschen Unternehmen verfĂŒgen ĂŒber passende Governance-Strukturen fĂŒr den Einsatz von Agentic AI. Zudem schrĂ€nkt bei 57 Prozent eine fehlende Exit-Strategie fĂŒr den Fall von Dienstleisterwechseln den Zugang zu einigen Diensten ein.
âWer Agenten produktiv skalieren will, muss deshalb nicht nur Modelle auswĂ€hlen, sondern auch AbhĂ€ngigkeiten, DatenflĂŒsse und Verantwortlichkeiten im Griff habenâ, betont von Jagow.
Offene Technologie schafft FlexibilitÀt
Red Hat setzt auf Open Source, um Unternehmen bei der Entwicklung und dem Betrieb von KI-Agenten mehr Wahlfreiheit zu ermöglichen. Offene Technologien erlauben es, unterschiedliche Modelle, Plattformen und Infrastrukturen miteinander zu kombinieren und an technische, wirtschaftliche oder regulatorische Anforderungen anzupassen.
âKI-Agenten brauchen keine neuen AbhĂ€ngigkeiten, sondern offene Technologieâ, sagt von Jagow. Mit einem Hybrid-Cloud-Ansatz lassen sich Workloads flexibel dort betreiben, wo es technisch, wirtschaftlich oder regulatorisch am sinnvollsten ist.
Auch die Automatisierung spielt eine wichtige Rolle. Sie unterstĂŒtzt dabei, den Produktivbetrieb trotz einer wachsenden Zahl von KI-Anwendungen beherrschbar zu halten. Gleichzeitig geht es darum, die Kontrolle ĂŒber die eigenen technologischen Grundlagen zu bewahren, anstatt sĂ€mtliche Komponenten selbst entwickeln zu mĂŒssen.
Sicherheit und Offenheit gehören zusammen
Offene Technologie und Sicherheit sind fĂŒr von Jagow keine GegensĂ€tze. Vielmehr bietet das Open-Source-Modell die Möglichkeit, SicherheitslĂŒcken schneller zu identifizieren, gemeinsam zu beheben und von den Erfahrungen einer breiten Entwicklergemeinschaft zu profitieren.
âDie Open-Source-Welt ist von Anfang an darauf ausgelegt, schnell auf SicherheitslĂŒcken zu reagieren und mit einer groĂen Community robusten Code zu entwickelnâ, erklĂ€rt er.
Ein weiterer Vorteil liegt in der kontinuierlichen Verbesserung bestehender Software. Gemeinsam mit IBM Lightwell arbeitet Red Hat daran, SicherheitslĂŒcken in eingesetzten Softwareversionen zu schlieĂen und entsprechende Korrekturen auch fĂŒr Ă€ltere Versionen verfĂŒgbar zu machen. Unternehmen können dadurch Sicherheitsrisiken reduzieren, ohne ihre bestehenden Software-Stacks vollstĂ€ndig aktualisieren zu mĂŒssen.
KI-Agenten langfristig erfolgreich skalieren
FĂŒr den nachhaltigen Einsatz von Agentic AI kommt es damit nicht allein auf die LeistungsfĂ€higkeit einzelner Modelle an. Entscheidend sind vielmehr das Zusammenspiel aus Governance, Automatisierung, Sicherheit und einer offenen Infrastruktur. Unternehmen, die diese Voraussetzungen schaffen, können KI-Agenten besser in ihre Prozesse integrieren und ihre Anwendungen an verĂ€nderte Anforderungen anpassen.
Wie sich diese AnsĂ€tze in der Praxis umsetzen lassen und welche Rolle offene Technologien fĂŒr die Zukunft von Agentic AI spielen, ist auch Thema des Red Hat Summit: Connect 2026 in Darmstadt.
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Debora von Scheliha
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