KI und Arbeitsschutz: Drei südkoreanische Institutionen starten Kooperation
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 09:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deUm den betrieblichen Gesundheitsschutz an moderne technologische Entwicklungen anzupassen, bündeln drei südkoreanische Institutionen ihre Kräfte. Die Koreanische Gesellschaft für Arbeitsgesundheit, die Pflegehochschule der Chonnam National University sowie die Regionalstelle Gwangju der staatlichen Arbeitsschutzagentur Korea Occupational Safety and Health Agency (KOSHA) haben am 4. November 2026 eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet.
Ziel der Vereinbarung ist die Ausbildung und Förderung von Fachkräften, die Künstliche Intelligenz (KI) gezielt im Bereich der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes anwenden können. Die Unterzeichnung fand im Goldang-Saal der Pflegehochschule an der Chonnam National University statt.
An dem Kooperationstreffen nahmen die Spitzen der beteiligten Organisationen teil: die Vorsitzende der Koreanischen Gesellschaft für Arbeitsgesundheit, die Dekanin der Pflegehochschule der Chonnam National University sowie der Leiter der KOSHA-Regionalstelle Gwangju besiegelten die Partnerschaft offiziell.
Aufgabenverteilung und Schulungsinhalte
Die Vereinbarung sieht ein ganzheitliches Maßnahmenpaket vor, das von der Erstellung spezifischer Lehrmaterialien bis zur Durchführung von Fortbildungen reicht. Geplant sind die Entwicklung und der laufende Betrieb von KI-Schulungsprogrammen sowie die Ausarbeitung KI-basierter Schulungsmaterialien.
Neben rein technischen Aspekten soll auch der fachliche Austausch über eine sichere und ethische Nutzung von KI-Systemen im betrieblichen Umfeld ein zentraler Bestandteil sein. Zudem arbeiten die Partner bei der Gewinnung von Teilnehmern und der organisatorischen Umsetzung der Programme zusammen.
Während neue Technologien die Prävention fördern, schafft der gesetzliche Rahmen klare Regeln für den Einsatz digitaler Systeme. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den Überblick über Fristen, Pflichten und Risikoklassen, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Innerhalb des Verbunds sind die Verantwortlichkeiten klar aufgeteilt. Die Pflegehochschule der Chonnam National University zeichnet für die Entwicklung des Curriculums verantwortlich, stellt die Dozenten und übernimmt den operativen Betrieb des Ausbildungsprogramms.
Die Koreanische Gesellschaft für Arbeitsgesundheit und die KOSHA-Regionalstelle Gwangju bringen ihre Fachexpertise ein, um eine hohe Praxisnähe der Inhalte sicherzustellen. Darüber hinaus unterstützen beide Institutionen bei der Rekrutierung der Lehrgangsteilnehmer und begleiten die Durchführung der Kurse.
Fokus auf Beschäftigte in kleineren Betrieben
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Initiative liegt auf der Unterstützung von Unternehmen mit begrenzten internen Ressourcen. Das erklärte Ziel der Partner ist es, KI-gestützte Systeme zur frühzeitigen Erkennung von Gesundheitsrisiken speziell für Beschäftigte kleiner Betriebe nutzbar zu machen.
Wer sich mit der Einführung neuer Technologien und der digitalen Transformation im Betrieb befasst, muss auch die rechtlichen Rahmenbedingungen der KI-Nutzung kennen. Ein kostenloser Report klärt auf, welche KI-Systeme als Hochrisiko gelten und was Unternehmen jetzt konkret tun müssen. Kostenlosen Report zur KI-Verordnung herunterladen
Werden über diese digitalen Werkzeuge gesundheitliche Gefährdungen oder Auffälligkeiten festgestellt, sollen die Betroffenen gezielt an spezialisierte Arbeitergesundheitszentren weitergeleitet werden.
Durch die Verbindung von akademischer Lehre, arbeitsmedizinischer Fachgesellschaft und staatlicher Aufsichtsbehörde soll eine praxisnahe Weiterbildung entstehen, die moderne Algorithmen mit etablierten Präventionsstrukturen verzahnt.
