Klimafonds: Bundesregierung kürzt ab 2027 um 2–3 Milliarden Euro
05.07.2026 - 04:11:46 | boerse-global.de
Ab 2027 sollen jährlich zwei bis drei Milliarden Euro weniger fließen.
Ein wesentlicher Teil der Umstrukturierung betrifft die Einnahmen aus dem Emissionshandel. Rund 2,7 Milliarden Euro wandern künftig nicht mehr in den Klimafonds, sondern direkt in den Kernhaushalt.
Kabinett entscheidet im Juli
Das Bundeskabinett verabschiedet den Haushaltsentwurf 2027 voraussichtlich am 6. Juli. Der Wirtschaftsplan für den KTF soll Mitte Juli folgen. Die Gesamtausgaben für 2027 liegen bei 555,4 Milliarden Euro, die Nettokreditaufnahme bei 118,7 Milliarden Euro.
Die verbleibende Haushaltslücke von rund 34 Milliarden Euro schließt die Regierung mit mehreren Instrumenten. Sie entnimmt 6,8 bis 7 Milliarden Euro aus Rücklagen. Dazu kommen Darlehen der Bundesagentur für Arbeit in Höhe von 5,2 Milliarden Euro und rund drei Milliarden Euro aus den Sozialkassen für Kranken- und Rentenversicherung.
Heizungsförderung wird gedeckelt
Die Bundesregierung kürzt den Klimafonds ab 2027 um 2–3 Mrd. Euro. Für ESG-Verantwortliche heißt das: Handlungsbedarf. Unsere Checkliste zeigt, welche Förderquellen noch offen sind und wie Sie steuerliche Optimierung nutzen. Kostenlose Checkliste anfordern
Die Kürzungen treffen auch die staatliche Heizungsförderung. Einen Förderstopp soll es nicht geben, doch die maximale Unterstützung sinkt auf 70 Prozent der Kosten – maximal 21.000 Euro. Zudem ist eine stärkere soziale Staffelung der Zuschüsse geplant. Bereits zugesagte Fördermittel bleiben unberührt.
Ab 2028 plant die Regierung zudem Steuererhöhungen. Betroffen sind Tabak, Alkohol, Zucker und Plastik. Bei Alkohol steht eine Steigerung um 20 Prozent im Raum. Auch Kryptowährungen könnten künftig stärker besteuert werden.
Zinslast explodiert – Kritik aus den eigenen Reihen
Die Zinsausgaben des Bundes steigen massiv: von 41,9 Milliarden Euro im Jahr 2027 auf voraussichtlich 80,7 Milliarden Euro im Jahr 2030. Das belastet den Haushalt zusätzlich.
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