Arbeitsmarkt, Polizeimeldung

Mehrheit der Beamten in Bereichen Bildung und Sicherheit tÀtig

04.05.2026 - 08:14:59 | dts-nachrichtenagentur.de

Knapp zwei Millionen Beamte gibt es in Deutschland, die Mehrheit von ihnen ist in den Bereichen öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie Bildung eingesetzt.Zum Stichtag 30.

Klassenraum in einer Schule (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Klassenraum in einer Schule (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Juni 2024 gab es hierzulande 1,96 Millionen Beamte, Richter sowie Soldaten - die beiden letztgenannten Gruppen sind zwar keine Beamten im klassischen Sinne, werden aber dienstrechtlich Ă€hnlich behandelt. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, machten die drei Gruppen insgesamt gut ein Drittel (36,4 Prozent) der BeschĂ€ftigten im öffentlichen Dienst aus. Der grĂ¶ĂŸte Teil der BeschĂ€ftigten im öffentlichen Dienst ist in einem privatrechtlichen ArbeitsverhĂ€ltnis als Arbeitnehmer tĂ€tig (63,6 Prozent).

Der grĂ¶ĂŸte Teil der Beamten, Richter sowie Soldaten war an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen eingesetzt (35,6 Prozent oder 696.000). Knapp ein FĂŒnftel (19,1 Prozent oder 373.000) arbeitete im Bereich "Öffentliche Sicherheit und Ordnung", zu dem Bundes- und Landespolizeien, aber auch der Brandschutz und die OrdnungsĂ€mter gehören. Weitere grĂ¶ĂŸere Einsatzbereiche waren die Verteidigung (10,0 Prozent oder 195.000) und die Finanzverwaltung, zu der auch die FinanzĂ€mter und die Zollverwaltung zĂ€hlen (8,6 Prozent oder 167.000). Im Bereich "Politische FĂŒhrung und zentrale Verwaltung", zu dem beispielsweise die Ministerien und die Verwaltungen der Parlamente gehören, waren 8,5 Prozent beziehungsweise ebenfalls 167.000 tĂ€tig, im Rechtsschutz mit den Gerichten, Staatsanwaltschaften und dem Justizvollzug waren es 6,5 Prozent oder 126.000.

Die Zahl der Beamten, Richter sowie Soldaten ist binnen zehn Jahren um 5,8 Prozent gestiegen - zum Stichtag 30. Juni 2014 waren es noch 1,85 Millionen. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst um 22,1 Prozent von 2,80 Millionen im Jahr 2014 auf 3,42 Millionen im Jahr 2024. Entsprechend nahm die Zahl der BeschÀftigten im öffentlichen Dienst insgesamt um 15,6 Prozent zu: von 4,65 Millionen Ende Juni 2014 auf 5,38 Millionen Ende Juni 2024.

Mehr Beamte als zehn Jahre zuvor gab es 2024 vor allem an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (+52.000), im Bereich "Öffentliche Sicherheit und Ordnung" (+46.000) sowie im Bereich "Politische FĂŒhrung und zentrale Verwaltung" (+22.000). Dagegen sank deren Zahl deutlich im Bereich "Verkehrs- und Nachrichtenwesen" (-26.000), wo als Folge der Privatisierung der Deutschen Bundesbahn keine Beamten mehr eingestellt wurden. Auch im Bereich "Soziale Sicherung, Familie und Jugend, Arbeitsmarktpolitik" ging die Zahl der Beamten binnen zehn Jahren zurĂŒck (-10.000). Das lag grĂ¶ĂŸtenteils daran, dass bei der Bundesagentur fĂŒr Arbeit keine Verbeamtungen mehr erfolgten.

Lediglich knapp ein FĂŒnftel aller Beamten, Richter sowie Soldaten arbeitet fĂŒr den Bund (19,0 Prozent). Der weitaus grĂ¶ĂŸte Teil (70,1 Prozent) ist fĂŒr die LĂ€nder tĂ€tig, knapp ein Zehntel (9,7 Prozent) auf kommunaler Ebene. UrsĂ€chlich fĂŒr diese Verteilung ist die Organisation des Bildungswesens auf LĂ€nderebene, da Beamte am hĂ€ufigsten im Bildungsbereich arbeiten, meistens als LehrkrĂ€fte.

Insgesamt arbeiteten zum Stichtag 30. Juni 2024 auf LĂ€nderebene 638.000 Beamte an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen - das waren knapp drei Viertel (74,1 Prozent) aller BeschĂ€ftigten im Schuldienst der LĂ€nder. Das VerhĂ€ltnis Beamtenschaft zu den Arbeitnehmern ist dabei von Land zu Land sehr unterschiedlich, vor allem weil LehrkrĂ€fte in einigen LĂ€ndern ĂŒblicherweise verbeamtet werden, in anderen dagegen nicht. Besonders hoch war der Anteil von Beamten an Schulen zuletzt in Baden-WĂŒrttemberg (92,4 Prozent), im Saarland (88,7 Prozent) und in Niedersachsen (85,2 Prozent). Anteilig besonders wenige Beamte an Schulen gab es dagegen in Berlin (28,2 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (30,4 Prozent) und Sachsen (33,4 Prozent), so die Statistiker.

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