KOD, Gelsenkirchen

KOD Gelsenkirchen: Diensthunde griffen fĂŒnfmal ein – ohne BeißvorfĂ€lle

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 19:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Stadt bewilligte 30.000 Euro fĂŒr den Betrieb 2026; ein Evaluationsbericht bewertet die HundeprĂ€senz als deeskalierend.

Gelsenkirchen integriert zwei Diensthunde dauerhaft in den Ordnungsdienst
Ein leerer, modern gestalteter öffentlicher Platz in einer Stadt bei DÀmmerung. Illustration mit AI erstellt.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) in Gelsenkirchen hat im Jahr 2026 seine EinsatzkapazitÀten durch die dauerhafte Integration von zwei Diensthunden erweitert.

Nachdem bereits seit einer Testphase im Jahr 2024 positive Erfahrungen mit den Tieren gesammelt wurden, gehören sie nun fest zum Team der stÀdtischen SicherheitskrÀfte. Ein aktueller Evaluationsbericht der Stadtverwaltung bescheinigt dem Einsatz der Hunde eine deeskalierende Wirkung auf das Einsatzgeschehen.

Einsatzerfahrungen und operative Details in Gelsenkirchen

Die bisherige Bilanz der Diensthunde-EinsĂ€tze zeigt ein gezieltes Vorgehen in Konfliktsituationen. Einer der beiden Hunde griff bislang in fĂŒnf FĂ€llen aktiv ein. Dabei beschrĂ€nkten sich die Maßnahmen jeweils auf das sogenannte Stoßen; zu BeißvorfĂ€llen kam es laut Berichten nicht. Die deeskalierende PrĂ€senz der Tiere wird als wesentlicher Faktor fĂŒr die Sicherheit der KOD-Mitarbeiter und die Beruhigung hitziger Situationen gewertet.

Die Einsatzzeiten der Tiere sind saisonal und bedarfsorientiert gestaffelt. Der erste Diensthund wird im Zeitraum von Mai bis September tÀglich wÀhrend der SpÀtschichten eingesetzt.

Der zweite Hund unterstĂŒtzt den KOD von Mitte Juni bis Ende August, wobei hier der Schwerpunkt auf den einsatzintensiven Zeiten von Freitag bis Sonntag liegt. ErgĂ€nzt wird die technische Ausstattung der Gelsenkirchener EinsatzkrĂ€fte bereits seit 2024 durch Bodycams, die ebenfalls zur Sicherheit und Dokumentation im Außendienst beitragen.

Finanzierung und Budgetierung der Hundestaffel

Der Ausbau der Hundestaffel ist mit entsprechenden Investitionen verbunden. FĂŒr die Anschaffung und Unterhaltung des zweiten Diensthundes wendete die Stadt Gelsenkirchen bisher rund 18.000 Euro auf. Um den laufenden Betrieb und die Professionalisierung fĂŒr das Jahr 2026 sicherzustellen, wurden zusĂ€tzliche Mittel in Höhe von 30.000 Euro bewilligt. Das Gesamtbudget fĂŒr das Diensthundewesen belĂ€uft sich damit auf 90.000 Euro.

Vergleichbare Maßnahmen und Kontrollschwerpunkte in der Region

Auch in anderen StĂ€dten spielen Diensthunde eine zentrale Rolle bei der KriminalitĂ€tsbekĂ€mpfung und der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. In Bremen fĂŒhrten mehr als 50 EinsatzkrĂ€fte der Polizei, der Bundespolizei und des Ordnungsdienstes in der Nacht vom 25. September 2026 eine großangelegte Kontrolle im Bahnhofsumfeld und angrenzenden Vierteln durch. Dabei wurden Diensthunde gezielt eingesetzt, um Drogenverstecke aufzuspĂŒren.

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Gelsenkirchen zeigt, wie es gehen kann: Zwei Diensthunde gehören dort inzwischen fest zum Ordnungsdienst, einer griff bislang in fĂŒnf Konfliktsituationen ein — jeweils durch Stoßen, nicht durch Beißen. Der stĂ€dtische Evaluationsbericht wertet die PrĂ€senz der Tiere als deeskalierend. Wie Sie diesen Weg fĂŒr Ihre Kommune planen, von der Testphase ĂŒber den Dienstplan bis zur BudgetbegrĂŒndung, zeigt unser kostenloser Leitfaden. Leitfaden Diensthund-Integration jetzt anfordern

Die Bilanz dieser Maßnahme umfasste 163 kontrollierte Personen, 19 Strafanzeigen und vier vorlĂ€ufige Festnahmen. Neben Drogen wurden auch Messer und Kleinkaliberpatronen sichergestellt.

In Dorsten plant der KOD fĂŒr den Zeitraum vom 28. September bis zum 4. Oktober 2026 verstĂ€rkte Schwerpunktkontrollen in den Stadtteilen Feldmark und Lembeck. Hier liegt der Fokus neben der Überwachung des ruhenden Verkehrs und der illegalen MĂŒllentsorgung insbesondere auf der Einhaltung der Hunderegeln.

Die Stadt weist in diesem Zusammenhang auf strikte RegelsĂ€tze hin: Ein fehlender Kotbeutel wird mit 25 Euro geahndet, wĂ€hrend nicht beseitigter Hundekot je nach Standort zwischen 100 Euro in GrĂŒnanlagen und bis zu 300 Euro auf SpielplĂ€tzen kosten kann.

Debatten um Sicherheitskonzepte in weiteren Kommunen

WĂ€hrend Gelsenkirchen und Bremen auf PrĂ€senz durch Personal und Tiere setzen, werden in anderen StĂ€dten alternative Überwachungsmodelle diskutiert. In MĂŒnster lehnt die FDP-Ratsfraktion eine geplante VideoĂŒberwachung an einer Schule im Stadtteil Coerde ab. Claudia Grönefeld von der FDP warnte davor, dass Kameras Misstrauen schĂŒren könnten, ohne die Ursachen von Problemen anzugehen.

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Diensthunde kosten Geld: FĂŒr Anschaffung und Unterhalt eines zweiten Hundes fielen rund 18.000 Euro an, fĂŒr den laufenden Betrieb wurden zusĂ€tzlich 30.000 Euro bewilligt. Wer solche Mittel im Rat verteidigen muss, braucht eine belastbare Rechnung und eine saubere Dokumentation jedes Einsatzes. Unser kostenloser Leitfaden liefert beides — als Argumentationsgrundlage gegenĂŒber KĂ€mmerer und Politik. Kosten-Nutzen-Rechnung fĂŒr Ihre Hundestaffel sichern

Jörg Berens forderte stattdessen eine umfassende LageeinschĂ€tzung durch das Immobilienmanagement, die Polizei und den Ordnungsdienst. Er plĂ€diert im Bedarfsfall fĂŒr eine stĂ€rkere Vermittlerrolle des kommunalen Ordnungsdienstes sowie eine erhöhte PolizeiprĂ€senz vor Ort.

In Velbert-Langenhorst wiederum reagiert die Verwaltung auf Beschwerden von Anwohnern ĂŒber freilaufende Hunde im Langenhorster Wald. Die Stadt betont dort das Gebot der gegenseitigen RĂŒcksichtnahme, da auf den Fahrwegen im Wald keine generelle Leinenpflicht besteht. Diese regional unterschiedlichen Herausforderungen verdeutlichen die wachsende Bedeutung koordinierter Konzepte zwischen Kommunalen Ordnungsdiensten und polizeilichen Behörden.

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