Auf dem Weg zur verdeckten Rationierung von Gesundheitsleistungen
21.05.2026 - 11:30:20 | presseportal.deâDie Stabilisierung der GKV?BeitrĂ€ge ist legitim. Der eingeschlagene Weg ist es nicht. Das GKV?Beitragssatzstabilisierungsgesetz greift mitten in die laufende Krankenhausreform ein und entzieht vielen Kliniken genau dann Mittel, wenn sie sie fĂŒr die Systemtransformation dringend brauchen. Anders als bei der offenen Rationierung wie z.B. bei Organtransplantationen ist hier eine verdeckte Rationierung vorgezeichnet. Die Folgen: planlose StandortschlieĂungen, weniger Angebote, lĂ€ngere Wartezeiten.
Besonders freigemeinnĂŒtzige TrĂ€ger geraten unter Druck. Das ist vielerorts eine Abkehr vom SubsidiaritĂ€tsprinzip, keine gesteuerte Rationalisierung, sondern eine schleichende Rationierung der Versorgung durch Insolvenzen.
KrankenhĂ€user sollen sich spezialisieren und investieren. Doch wĂ€hrend die Kosten weiter steigen, sollen jetzt die Erlöse gedeckelt werden â bei gleichbleibenden Leistungen und wachsendem Bedarf. Einsparungen sind durch starre Vorgaben kaum möglich. So entsteht kein Reformschub, sondern massive Planungsunsicherheit.
Das ist hochriskant und schwÀcht die KreditfÀhigkeit der HÀuser weiter. Dabei sind Kredite Voraussetzung, um beispielsweise Mittel aus dem Transformationsfonds zu mobilisieren. Wer die Bankfinanzierung untergrÀbt, gefÀhrdet die Umsetzung der Reform selbst.
Wenn Budgets nicht mit den Kosten wachsen, braucht es echte SpielrĂ€ume zur Kostensenkung. Weniger kleinteilige Regulierung, mehr Ergebnisorientierung, mehr unternehmerische Verantwortung. Geld steht dem System genĂŒgend zu VerfĂŒgung. Die politische FĂ€higkeit zu wirklichen Reformen ist nicht zu erkennen. Reformen mĂŒssen aber zwingend ganzheitlich gedacht und verzahnt werden â nicht gegeneinander wirken. Sonst stabilisieren wir jetzt zwar kurzfristig die KrankenkassenbeitrĂ€ge, aber destabilisieren langfristig die gesundheitliche Versorgung, vor allem in der FlĂ€che. Letztlich sind es Schritte auf dem Weg zu einem immer weiter steigenden Anteil von privat zu finanzierenden Leistungen.â
Ăber die SozialBank AG
Als einzige Bank Deutschlands konzentriert sich die SozialBank ausschlieĂlich auf institutionelle Kunden aus der Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Zu ihren Kunden zĂ€hlen ambulante und stationĂ€re Pflegeeinrichtungen, KrankenhĂ€user und Spezialkliniken, Medizinische Versorgungszentren, Krankenkassen, SozialversicherungstrĂ€ger, WerkstĂ€tten und Wohnheime fĂŒr Menschen mit Behinderung, Wohn- und Tageseinrichtungen fĂŒr Kinder und Jugendliche, BildungstrĂ€ger und andere soziale Organisationen. Seit ihrer GrĂŒndung im Jahr 1923 vereint sie bankfachliche und sozialwirtschaftliche Kompetenz im Sinne ihrer EigentĂŒmer aus der Freien Wohlfahrtspflege. Mit einer Bilanzsumme von 10,7 Mrd. Euro (Stand: 31.12.2025) gehört die SozialBank zu den gröĂten Banken im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).
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Tel.: 0221 97356-237, E-Mail: s.bauer[at]sozialbank.de
Nick Pohl, Referent Unternehmenskommunikation
Tel.: 0152 547 464 57, E-Mail: n.pohl[at]sozialbank.de
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