Krankengeld, Ausgaben

Krankengeld: Ausgaben sprengen 21,6-Milliarden-Marke 2025

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 02:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Die Krankengeldausgaben erreichten 2025 einen Rekordwert von 21,6 Milliarden Euro, angetrieben durch psychische und Muskel-Skelett-Erkrankungen.

Krankenstand in Deutschland: Kosten fĂŒr Langzeiterkrankungen steigen rasant
Krankengeld - Mitarbeiter nutzen digitale GerĂ€te zur Gesundheitsmessung in einem modernen BĂŒro, mit Gesundheitsdaten auf einem Bildschirm im Hintergrund. 09.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Doch die Kosten fĂŒr Langzeiterkrankungen explodieren. Die Krankengeldausgaben erreichten 2025 einen neuen Höchststand von 21,6 Milliarden Euro.

Warum die Krankenkassen immer tiefer in die Tasche greifen mĂŒssen

Eine aktuelle Auswertung des BKK Dachverbands zeigt die treibenden KrĂ€fte hinter dieser Entwicklung. Die Krankengeldtage stiegen seit 2016 um 24,4 Prozent. Pro betroffenem BeschĂ€ftigten sind das 6,8 Tage – ein Viertel aller Fehltage.

Hauptverantwortlich: Psychische Erkrankungen mit durchschnittlich 39,1 Tagen Ausfall und Muskel-Skelett-Erkrankungen. „Nicht kurzfristige Infekte, sondern langwierige VerlĂ€ufe belasten das System am stĂ€rksten“, betonen Experten der Krankenkassen.

Hightech gegen Krankheitsrisiken

Immer mehr Betriebe setzen auf moderne Analysetechnologien, um Risiken frĂŒhzeitig zu erkennen. GerĂ€te wie die InBody-Modelle 970S und 580 liefern detaillierte Einblicke in die Körperzusammensetzung. Neue Parameter wie das segmentale WasserbilanzverhĂ€ltnis und der Phasenwinkel bewerten den ErnĂ€hrungs- und Gesundheitszustand.

In Spanien wurden diese Systeme Anfang Juli direkt in digitale Verwaltungssysteme integriert. Parallel dazu nutzen erste Anbieter KI-gestĂŒtzte Screenings. Basierend auf hunderten Millionen medizinischer Bilder identifizieren sie Anomalien ab einer GrĂ¶ĂŸe von einem Millimeter.

Gute Gesundheitsangebote – selten, aber wirkungsvoll

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Die Krankengeldausgaben erreichten 2025 einen neuen Höchststand von 21,6 Milliarden Euro – und nur 31% der BeschĂ€ftigten bewerten die BGM-Angebote in ihrem Betrieb als hochwertig. Dieser Report zeigt, wie Sie mit KI-Screening, Wearables und einer PrĂ€ventions-Checkliste Ihre Ausfalltage senken. Jetzt kostenlosen BGM-Report anfordern

Die QualitĂ€t des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) entscheidet maßgeblich ĂŒber die Erwerbsbiografie. Eine DGB-Auswertung zeigt: In Unternehmen mit sehr guten Angeboten glauben 69 Prozent der BeschĂ€ftigten, ihren Beruf bis zur Rente ausĂŒben zu können. Fehlen solche Angebote, sinkt dieser Wert auf 46 Prozent.

Das Problem: Nur 31 Prozent der BeschĂ€ftigten bewerten die Angebote in ihrem Betrieb als hochwertig. Mehr als die HĂ€lfte aller Unternehmen bietet gar keine spezifischen Gesundheitsmaßnahmen an. Dabei belegen Evaluationen des BQS-Instituts: PrĂ€ventionskurse wirken. Gut ein FĂŒnftel der Teilnehmenden verbesserte Beschwerden am Bewegungsapparat nachhaltig.

Smarte Ringe statt Cloud-Ärger

Neben stationĂ€ren GerĂ€ten gewinnen mobile Lösungen an Bedeutung. Eine neue Plattform verarbeitet Daten von Smart Rings und Wearables lokal auf dem Smartphone. HerzfrequenzvariabilitĂ€t, SauerstoffsĂ€ttigung und Stresslevel werden ĂŒberwacht – ohne Cloud-Registrierung. Datenschutz steht hier im Fokus.

Ausgezeichnete Arbeitgeber integrieren solche Tools bereits in umfassende Konzepte mit ergonomischen Beratungen, medizinischen Check-ups und Online-VortrÀgen.

Streit um die Krankschreibung

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Psychische Erkrankungen verursachen durchschnittlich 39,1 Tage Ausfall pro Fall – Muskel-Skelett-Erkrankungen sind der zweite große Treiber. Unternehmen mit hochwertigem BGM halten 69% ihrer Mitarbeiter bis zur Rente. Erhalten Sie den 3-Schritte-Plan zur Krankenstandssenkung. BGM-3-Schritte-Plan jetzt sichern

Politisch brodelt es: PlĂ€ne fĂŒr eine Nachweispflicht ab dem ersten Krankheitstag und die mögliche Abschaffung der telefonischen Krankschreibung sorgen fĂŒr Diskussionen. ArbeitgeberverbĂ€nde in SĂŒddeutschland begrĂŒĂŸen die Signale gegen potenziellen Missbrauch. Vertreter des CDU-ArbeitnehmerflĂŒgels warnen dagegen vor einem Klima des Misstrauens – das könnte Ausfallzeiten sogar verlĂ€ngern.

Die Daten der Barmer Krankenkasse relativieren die Debatte: 2025 entfielen lediglich 0,8 bis 1,2 Prozent aller FĂ€lle auf telefonische Krankschreibungen.

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