KrebsprÀvention: 40% der Neuerkrankungen sind vermeidbar
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 16:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Berlin haben maĂgebliche wissenschaftliche und medizinische Institutionen eine grundlegende Neuausrichtung der GesundheitsprĂ€vention in Deutschland gefordert.
Am 8. September 2026 sprachen sich die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Wissenschaftsrat, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) sowie die Deutsche Krebshilfe im Rahmen eines Parlamentarischen Abends fĂŒr eine Strategie aus, die ĂŒber das Gesundheitsressort hinaus alle Ministerien der Bundesregierung einbezieht.
Ziel der Initiative ist es, PrĂ€ventionsmaĂnahmen strukturell und ressortĂŒbergreifend zu verankern, um die gesundheitliche Vorsorge in der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.
Hohes Potenzial durch prĂ€ventive MaĂnahmen
Wie aus Berichten vom 9. September 2026 hervorgeht, untermauerten die beteiligten Organisationen ihre Forderungen mit aktuellen Erkenntnissen zur Krankheitsvermeidung.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass 40 % der Krebsneuerkrankungen durch gezielte PrÀvention vermeidbar wÀren. Diese hohe Quote verdeutliche die Notwendigkeit, das Thema PrÀvention nicht lÀnger als reine Aufgabe des Gesundheitssystems zu betrachten, sondern als gesamtgesellschaftliche und politische Querschnittsaufgabe zu definieren.
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Die Experten der Leopoldina und des Wissenschaftsrates betonten gemeinsam mit den Vertretern des DKFZ und der Deutschen Krebshilfe, dass eine wirksame Strategie nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie die ZustĂ€ndigkeiten sĂ€mtlicher Ministerien berĂŒhrt. Dies schlieĂe Bereiche wie Bildung, ErnĂ€hrung, Umwelt und Arbeit mit ein, um gesundheitsfördernde Lebensbedingungen in allen Lebensbereichen zu schaffen.
Ergebnisse des Nationalen KrebsprÀventionsgipfels
ErgÀnzend zu den Forderungen auf politischer Ebene legten die Deutsche Krebshilfe und das DKFZ die Ergebnisse des 2. Nationalen KrebsprÀventionsgipfels vor.
Die Organisationen forderten in diesem Kontext die Schaffung der notwendigen politischen und strukturellen Voraussetzungen, um vorhandenes PrĂ€ventionswissen konsequent in die Praxis umzusetzen. Es gelte, die Kluft zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Anwendung im Alltag der BĂŒrger zu schlieĂen.
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Laut den Berichten vom September 2026 hĂ€nge der Erfolg der KrebsprĂ€vention maĂgeblich davon ab, ob es gelinge, prĂ€ventive AnsĂ€tze fest in den Strukturen des öffentlichen Lebens zu integrieren. Die Vertreter der Institutionen machten deutlich, dass hierfĂŒr ein verbindlicher Rahmen erforderlich sei, der die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft koordiniert.
Fokus auf strukturelle Rahmenbedingungen
Die Forderung nach einer ressortĂŒbergreifenden Strategie zielt primĂ€r auf die VerĂ€nderung der Rahmenbedingungen ab, unter denen Menschen leben und arbeiten. Eine reine Konzentration auf das individuelle Verhalten reiche nicht aus, um das Potenzial von 40 % vermeidbaren Neuerkrankungen auszuschöpfen. Vielmehr mĂŒssten strukturelle Barrieren abgebaut werden, die einer gesundheitsbewussten Lebensweise im Wege stehen.
Die beteiligten Organisationen sehen im Parlamentarischen Abend einen wichtigen Impuls fĂŒr die legislative Arbeit der kommenden Monate. Die breite Allianz aus Grundlagenforschung, wissenschaftlicher Politikberatung und Patientenversorgung unterstreiche die Dringlichkeit, das Thema KrebsprĂ€vention zu einer PrioritĂ€t der gesamten Bundesregierung zu machen. Es gehe darum, PrĂ€vention als Investition in die ZukunftsfĂ€higkeit der Gesellschaft zu begreifen und entsprechende Ressourcen sowie Kompetenzen ĂŒber Ressortgrenzen hinweg zu bĂŒndeln.
