KrebsprÀvention, Neuerkrankungen

KrebsprÀvention: 40% der Neuerkrankungen wÀren vermeidbar

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 20:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die KrebsprĂ€ventionswoche 2026 informiert ĂŒber Vorsorge, erreicht Betriebe und fordert mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr bestehende Screening-Angebote.

Nationale KrebsprĂ€ventionswoche 2026 rĂŒckt FrĂŒherkennung in den Fokus
Ein helles, minimalistisches Behandlungszimmer mit einer Untersuchungsliege und einfallendem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Unter dem Motto „Lass mal checken“ haben die Deutsche Krebshilfe, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) die Nationale KrebsprĂ€ventionswoche 2026 eröffnet. Die vom 21. bis zum 27. September laufende Initiative soll die Bevölkerung und Betriebe mit einer Informationsoffensive fĂŒr das Thema KrebsfrĂŒherkennung sensibilisieren.

Hohe Fallzahlen und Defizite bei der Inanspruchnahme

In Deutschland erkranken nach Angaben der beteiligten Organisationen jĂ€hrlich mehr als 500.000 Menschen an Krebs. Rund ein Drittel dieser Diagnosen betrifft Personen im erwerbsfĂ€higen Alter. Experten der Deutschen Krebshilfe und des DKFZ heben hervor, dass regelmĂ€ĂŸige Kontrolluntersuchungen das Risiko schwerer KrankheitsverlĂ€ufe drastisch senken können.

Trotz bestehender Angebote bleiben die Teilnahmeraten hinter den Möglichkeiten zurĂŒck: Nach Angaben von Deutscher Krebshilfe, DKFZ und DKG nimmt am Mammographie-Screening lediglich rund die HĂ€lfte der berechtigten Frauen teil.

Die beiden bestehenden FrĂŒherkennungsangebote fĂŒr Darmkrebs erreichen zusammen genommen weniger als 50 Prozent der Berechtigten. Vor diesem Hintergrund richten die drei Organisationen einen eindringlichen Appell an die Politik, bestehende FrĂŒherkennungsprogramme nicht zu beschneiden und deren finanzielle Mittel unangetastet zu lassen.

Gesetzliche AnsprĂŒche und FrĂŒherkennungsangebote

Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf spezifische FrĂŒherkennungsuntersuchungen fĂŒr Brust-, Darm-, GebĂ€rmutterhals-, Haut- und Prostatakrebs. Seit diesem Jahr besteht fĂŒr starke Raucher zusĂ€tzlich ein Anspruch auf eine Lungenkrebs-FrĂŒherkennung.

Anzeige

Wer seine Gesundheitsvorsorge selbst in die Hand nehmen möchte, sollte auch die Bedeutung seiner Blutwerte kennen und verstehen. Dieser kostenlose 25-seitige Report erklÀrt, welche Werte wirklich wichtig sind und wie Sie Ihre Vitalstoff-Versorgung gezielt optimieren. Laborwerte-Selbstcheck jetzt kostenlos herunterladen

Die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren im Einzelnen:
- Hautkrebs: Ein Screening ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre.
- GebÀrmutterhalskrebs: JÀhrliche Abstriche ab dem 20. Lebensjahr, ab 35 Jahren in Kombination mit einem HPV-Test.
- Brustkrebs: Tastuntersuchungen ab dem 30. Lebensjahr sowie alle zwei Jahre ein Mammographie-Screening fĂŒr Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren.
- Prostatakrebs: Eine jÀhrliche Tastuntersuchung ab 45 Jahren.

Nach Angaben von Deutscher Krebshilfe, DKFZ und DKG greift das Screening bei familiÀrer Vorbelastung bereits ab dem 40. Lebensjahr.
- Darmkrebs: Stuhltests ab dem 50. Lebensjahr sowie Darmspiegelungen fĂŒr MĂ€nner ab 50 und fĂŒr Frauen ab 55 Jahren.

Anzeige

Besonders fĂŒr MĂ€nner ist die rechtzeitige Vorsorge entscheidend, um schwerwiegende Eingriffe und Operationen zu vermeiden. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Spezialreport, wie Sie Ihre Prostatagesundheit durch gezielte ErnĂ€hrung auf natĂŒrliche Weise unterstĂŒtzen können. 7 Tipps zur natĂŒrlichen Prostata-Vorsorge sichern

PrÀvention in den Arbeitsalltag integrieren

Da ein erheblicher Teil der Betroffenen mitten im Berufsleben steht, zielt die PrÀventionswoche verstÀrkt auf Unternehmen ab. Arbeitgeber erhalten von der Deutschen Krebshilfe, dem DKFZ und der DKG kostenfreie Informations- und Aktionsmodule, um die Vorsorge im betrieblichen Gesundheitsmanagement zu verankern.

Regionale Organisationen flankieren diese Offensive. Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft ruft Unternehmen zur Beteiligung auf und verweist darauf, dass nach aktuellem Forschungsstand rund 40 Prozent der Krebsneuerkrankungen durch PrimÀrprÀvention vermeidbar wÀren.

Vom 21. bis zum 25. September 2026 bietet sie tĂ€glich von 12.00 bis 12.45 Uhr kostenlose, anmeldefreie Online-VortrĂ€ge unter dem Format „Lunch & Learn“ an. Die thematischen Schwerpunkte bilden Darmkrebs am 21. September, Lungenkrebs am 22. September, Brust- und GebĂ€rmutterhalskrebs am 23. September, Prostatakrebs am 24. September sowie Hautkrebs am 25. September.

Zudem bringt die SaarlĂ€ndische Krebsgesellschaft entsprechende PrĂ€ventionsvortrĂ€ge direkt in Betriebe der Region, um BeschĂ€ftigte am Arbeitsplatz ĂŒber Risikofaktoren und Check-ups zu informieren.

Disclaimer...

de | wirtschaft | 70146430 |