Krypto-Petition, Unterschriften

Krypto-Petition: 30.000 Unterschriften gegen Steuerreform bis September

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 02:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Bundestagspetition wehrt sich gegen die geplante Abschaffung der einjährigen Spekulationsfrist für Kryptogewinne und fordert den Erhalt der Steuerfreiheit.

Petition gegen Krypto-Steuerreform: Haltefrist soll erhalten bleiben
Digitales Tablet mit Bitcoin-Kurs vor der Silhouette des Reichstagsgebäudes in einer professionellen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Seit dem 4. August läuft auf der Petitionsplattform des Bundestages eine Initiative gegen die geplante Abschaffung der steuerlichen Haltefrist für Kryptowährungen. Die Petition 201716 will die bestehende Regelung nach § 23 EStG sichern, wonach Krypto-Gewinne nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei bleiben.

42 Tage Zeit für Mitzeichner

Die Initiatoren, darunter der Bitcoin Bundesverband, streben 30.000 Unterschriften an. Wird diese Marke erreicht, berät der Petitionsausschuss das Anliegen öffentlich. Die Frist endet am 15. September 2026. Unterstützung kommt auch von Branchenvertretern wie Nicole Nowak. Die Petition soll den Druck auf das Bundesfinanzministerium erhöhen.

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Hintergrund ist die angekündigte Steuerreform: Krypto-Gewinne sollen künftig wie Kapitaleinkünfte behandelt werden. Das würde die einjährige Haltefrist abschaffen und die Abgeltungsteuer von 26,375 Prozent unabhängig von der Haltedauer fällig machen. Bisher gelten Kryptowährungen nicht als Kapitalvermögen. Gewinne aus Verkäufen innerhalb der Jahresfrist werden mit dem persönlichen Einkommensteuersatz belegt, danach sind sie komplett steuerfrei.

Präventiver Schachzug

Ein konkreter Gesetzentwurf liegt noch nicht vor, auch das Jahressteuergesetz 2026 enthält keine entsprechende Regelung. Branchenbeobachter werten die Petition als präventive Maßnahme, um die Reform in kommenden Gesetzesvorhaben zu verhindern. Anleger kritisieren, die Gleichstellung mit klassischen Kapitalanlagen ignoriere die Besonderheiten von Krypto-Assets. Die Befürworter betonen: Die Haltefrist schafft Anreize für langfristige Investitionen und stärkt den Standort Deutschland für Blockchain-Innovationen.

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Die Befürworter betonen: Die Haltefrist schafft Anreize für langfristige Investitionen und stärkt den Standort Deutschland für Blockchain-Innovationen.

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