Kuba kritisiert US-MilitÀrandrohung - Trump: Deal möglich
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 13:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie US-Ălblockade gegen den sozialistischen Karibikstaat sowie der Druck, den Washington auf Unternehmen und Regierungen mit Beziehungen zu Kuba ausĂŒbe, hĂ€tten dramatische humanitĂ€re Folgen fĂŒr die Bevölkerung, sagte AuĂenminister Bruno RodrĂguez in New York.
Auch "die Androhung militĂ€rischer Gewalt gegen Kuba besteht weiterhin, was einen VerstoĂ gegen das Völkerrecht darstellt", sagte RodrĂguez. Kuba sei stets zum Dialog mit Washington bereit.
Die US-Regierung hat Kuba in den vergangenen Monaten mit einer Reihe von Sanktionen belegt. Dadurch haben sich die jahrelange Wirtschafts- und Energiekrise sowie die humanitĂ€re Notlage in dem Karibikstaat mit 9,4 Millionen Einwohnern dramatisch verschĂ€rft. Trump hatte zudem sogar mit einer Ăbernahme der nur rund 150 Kilometer von Florida entfernten Insel gedroht.
Doch unmittelbar vor der Rede von RodrĂguez sagte US-PrĂ€sident Donald Trump am Vormittag (US-Ortszeit) in Washington, er glaube nun, dass kein militĂ€rischer Einsatz auf Kuba notwendig sein wĂŒrde. Trump hatte sich vor Journalisten zum Thema geĂ€uĂert: "Ich wĂŒrde sagen, dass Kuba und wir eine Einigung erzielen werden. Ich glaube nicht, dass wir das MilitĂ€r brauchen werden". Er wolle Kuba helfen und die Insel fĂŒr die US-BĂŒrger öffnen. RodrĂguez ging nicht ausdrĂŒcklich auf Trumps ĂuĂerungen ein.
Minister: 7.000 Container können nicht nach Kuba verschifft werden
RodrĂguez erklĂ€rte weiter, infolge der verschĂ€rften US-Politik und der sukzessiven DruckmaĂnahmen lĂ€gen mehr als 7.000 Container mit etwa Lebensmitteln, Medikamenten und medizinischen GerĂ€ten in HĂ€fen anderer LĂ€nder fest, ohne Kuba erreichen zu können. DarĂŒber hatte die "New York Times" berichtet. AuslĂ€ndische Unternehmen wĂŒrden zudem eingeschĂŒchtert, damit sie gegen ihren Willen ihre Investitionen und GeschĂ€fte in Kuba aufgĂ€ben, prangerte der kubanische AuĂenminister an.
Washington hat darauf hingewiesen, dass es einen wirtschaftlichen und politischen Richtungswechsel in Kuba sowie eine Distanzierung der kubanischen Regierung von GroĂmĂ€chten wie China und Russland erwartet - im Namen der nationalen Sicherheit der USA.
