Kurzsichtigkeit, Kinder

Kurzsichtigkeit: Deutsche Kinder bleiben verschont – 1,25 Mio. Daten belegen

28.06.2026 - 06:10:42 | boerse-global.de

Eine Studie belegt: Die Myopie-Rate bei deutschen Kindern und Jugendlichen ist seit 2001 konstant, trotz globalem Anstieg und Pandemie.

Augengesundheit bei Kindern: Stabile Kurzsichtigkeit in Deutschland
Kurzsichtigkeit - Ein Kind blickt durch eine Brille, mit einem unscharfen Hintergrund, der ein Klassenzimmer oder einen Park andeutet. 28.06.2026 - Bild: ĂĽber boerse-global.de

Keine Panik um den Nachwuchs: Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass die Augengesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland stabil ist. Entgegen dem globalen Trend lässt sich hierzulande keine Zunahme der Kurzsichtigkeit (Myopie) feststellen.

Die am 28. Juni im Fachjournal „Frontiers in Public Health“ veröffentlichte Analyse belegt: Die Häufigkeit dieser Sehschwäche verharrt seit 2001 auf konstantem Niveau.

1,25 Millionen Brillenverordnungen ausgewertet

Das Forschungsteam um Wolf Lagrèze von der Universitätsklinik Freiburg wertete einen riesigen Datensatz aus. Die Basis: rund 1,25 Millionen Brillenverordnungen von 437.700 Kindern und Jugendlichen zwischen 3 und 18 Jahren – aus den Jahren 2001 bis 2025.

Das Ergebnis: Die Verbreitung der Kurzsichtigkeit blieb über das gesamte Vierteljahrhundert hinweg stabil. Selbst die Corona-Pandemie änderte daran nichts. Trotz Lockdowns und Home-Schooling sei kein messbarer Anstieg zu verzeichnen.

Europa stabil – Ostasien mit massivem Anstieg

Die Situation in Deutschland spiegelt einen europäischen Trend wider. Seit der Jahrtausendwende stagniert die Myopie-Prävalenz in Europa bei rund 40 Prozent. Ganz anders sieht es in Ostasien aus: Dort schnellte die Zahl kurzsichtiger junger Erwachsener von 20 bis 40 Prozent auf 60 bis 90 Prozent hoch.

Warum bleibt Deutschland verschont? Experten vermuten, dass trotz intensiver Bildschirmnutzung die Rahmenbedingungen hier stabiler sind als in asiatischen Ballungsräumen.

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Die gute Nachricht: Kurzsichtigkeit bei Kindern in Deutschland bleibt stabil. Doch die Risikofaktoren sind bekannt – wenig Tageslicht, viel Smartphone. Mit den richtigen Routinen können Sie die Sehkraft Ihres Kindes aktiv schützen. Jetzt kostenlosen Schutz-Leitfaden anfordern

Risikofaktoren: Wenig Tageslicht, viel Smartphone

Doch die stabile Gesamtstatistik bedeutet nicht, dass jedes Kind sicher ist. Internationale Studien zeigen klare Risikofaktoren:

  • Weniger als 1,5 Stunden Tageslicht pro Tag
  • Mehr als 1,5 Stunden Smartphone-Nutzung täglich
  • Kurzsichtigkeit bei einem oder beiden Elternteilen

In russischen Projekten wie „Große Pause der Gesundheit“ wurde beobachtet: Rund 30 Prozent der Schüler mit aktuell gutem Sehvermögen haben ein Risiko, kurzfristig kurzsichtig zu werden.

Freiluft-Aufenthalt als Schutzfaktor

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Mehr als 120 Minuten Tageslicht pro Tag stabilisieren die Sehkraft – das belegt eine aktuelle Analyse im British Journal of Ophthalmology. Doch wie schaffen Sie das im Alltag? Unser Leitfaden zeigt Ihnen einfache Tageslicht-Routinen für jedes Alter. Tageslicht-Routinen jetzt sichern

Eine Analyse im „British Journal of Ophthalmology“ unterstreicht die Bedeutung von Tageslicht. Bei Kindern zwischen sechs und neun Jahren ohne bestehende Myopie konnte eine tägliche Zeit im Freien von über 120 Minuten die Sehkraft stabilisieren. Besonders Kinder mit Weitsichtigkeit profitierten davon.

Die deutschen Forscher betonen: Die befürchtete Epidemie der Kurzsichtigkeit ist in der Bundesrepublik ausgeblieben. Dennoch bleibt die regelmäßige Überwachung der Sehschärfe im Kindesalter wichtig – um individuelle Risiken frühzeitig zu erkennen.

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