LÀrm am Arbeitsplatz: BG ETEM warnt vor unterschÀtzter Gesundheitsgefahr
Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 12:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) hat auf die erheblichen Gesundheitsrisiken durch LÀrm am Arbeitsplatz aufmerksam gemacht. In einer aktuellen Mitteilung betont die Organisation, dass eine dauerhafte Belastung nicht nur das Gehör nachhaltig schÀdigen kann, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf die psychische Verfassung und die allgemeine Sicherheit der BeschÀftigten hat.
Gesundheitsrisiken jenseits des Gehörverlusts
Nach EinschÀtzung der Berufsgenossenschaft wird die Gefahr durch LÀrm in vielen Betrieben nach wie vor unterschÀtzt. Ein zentraler Aspekt der Warnung betrifft irreparable HörschÀden, die durch eine kontinuierliche Einwirkung hoher Schallpegel entstehen können. Solche SchÀdigungen sind nach dem heutigen Stand der Medizin nicht heilbar und beeintrÀchtigen die LebensqualitÀt der Betroffenen dauerhaft.
Ăber die physischen SchĂ€den am Gehörorgan hinaus identifiziert die BG ETEM LĂ€rm als einen wesentlichen Faktor fĂŒr Stress am Arbeitsplatz. Eine laute Arbeitsumgebung fĂŒhre demnach hĂ€ufig zu Konzentrationsproblemen, was nicht nur die LeistungsfĂ€higkeit mindere, sondern auch das Risiko fĂŒr ArbeitsunfĂ€lle signifikant erhöhe. Wenn Warnsignale oder Anweisungen aufgrund der GerĂ€uschkulisse ĂŒberhört werden, entstehen unmittelbar gefĂ€hrliche Situationen fĂŒr die Belegschaft.
Strategien zur LÀrmprÀvention im Betrieb
Um den gesundheitlichen Gefahren wirksam zu begegnen, hat die Berufsgenossenschaft fĂŒnf zentrale Praxistipps fĂŒr Unternehmen und Sicherheitsverantwortliche formuliert. Als Grundlage jeder PrĂ€ventionsmaĂnahme gilt demnach die objektive Erfassung der Belastung: LĂ€rm muss im ersten Schritt prĂ€zise gemessen werden, um festzustellen, an welchen ArbeitsplĂ€tzen Grenzwerte ĂŒberschritten werden.
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Bei der Umsetzung von SchutzmaĂnahmen verweist die BG ETEM auf das sogenannte STOP-Prinzip. Diese methodische Rangfolge sieht vor, dass technische und organisatorische Lösungen Vorrang vor individuellen MaĂnahmen haben mĂŒssen. Erst wenn der LĂ€rm nicht an der Quelle reduziert oder durch rĂ€umliche Trennung isoliert werden kann, sollten Gehörschutzlösungen als persönliche SchutzausrĂŒstung zum Einsatz kommen.
Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die aktive Einbeziehung der BeschĂ€ftigten. Die BG ETEM empfiehlt, die Mitarbeiter bei der Auswahl von SchutzmaĂnahmen zu beteiligen, um die Akzeptanz und die korrekte Anwendung im Alltag sicherzustellen. Flankiert werden mĂŒssen diese Schritte durch eine kontinuierliche AufklĂ€rung ĂŒber die Risiken, um ein Bewusstsein fĂŒr den notwendigen Selbstschutz zu schaffen.
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Information und Sensibilisierung der BeschÀftigten
Zur vertiefenden Information ĂŒber die Problematik setzt die Berufsgenossenschaft auch auf moderne Kommunikationsformate. Im Rahmen ihrer aktuellen Kampagne wird auf den Podcast âGanz sicherâ verwiesen. In diesem Format erörtert Matthias König die Herausforderungen des LĂ€rmschutzes und gibt Einblicke in Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitssicherheit.
Die Initiative der BG ETEM wird durch eine breite mediale PrĂ€senz in verschiedenen Nachrichtenportalen und Fachmedien unterstĂŒtzt. Ziel der Kampagne ist es, die Verantwortlichen in den Mitgliedsbetrieben der Branchen Energie, Textil, Elektro und Medien fĂŒr das Thema zu sensibilisieren und die Umsetzung wirksamer Schutzkonzepte zu forcieren. Angesichts der Langzeitfolgen von LĂ€rmschĂ€den bleibt die PrĂ€vention das wichtigste Instrument des betrieblichen Gesundheitsschutzes.
