Lagarde-Nachfolge: EurolĂ€nder sollen zĂŒgig VorschlĂ€ge machen
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 14:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDazu forderte der PrÀsident der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, die Mitgliedsstaaten auf, wie ein Sprecher sagte. Beim nÀchsten Treffen in der kommenden Woche will das Gremium eine Bestandsaufnahme vornehmen.
PrÀsidentin verlÀsst EZB Anfang Februar
Der EZB-Spitzenposten wird frĂŒher als geplant frei. Lagarde hatte vergangene Woche mitgeteilt, die Notenbank am 7. Februar 2027 und damit fast neun Monate vor Ende ihrer regulĂ€ren Amtszeit zu verlassen. Die Staats- und Regierungschefs der 21 Eurostaaten sind nun gefordert, die Nachfolge der EZB-PrĂ€sidentin frĂŒher zu regeln.
Ernannt werden die Mitglieder des Direktoriums der EZB durch die Staats- und Regierungschefs der EU. Sie treffen ihre Entscheidung auf Grundlage einer Empfehlung von den Mitgliedstaaten der Eurozone. Die Eurogruppe ist das informelle Gremium der Wirtschafts- und Finanzminister der LĂ€nder mit Euro. Das nĂ€chste Treffen ist fĂŒr kommenden Montag (9. November) geplant.
EU-Staats- und Regierungschefs ernennen EZB-Direktorium
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) machte bereits deutlich, dass Deutschland sein Gewicht als gröĂter Staat im Euroraum einbringen will. Bundesbank-PrĂ€sident Joachim Nagel hatte Interesse angemeldet. Europas gröĂte Volkswirtschaft Deutschland stellte in der mehr als 25-jĂ€hrigen Geschichte der Notenbank noch nie die EZB-Spitze. Als Favoriten fĂŒr die Lagarde-Nachfolge gelten aber der frĂŒhere niederlĂ€ndische Zentralbankchef Klaas Knot und der Spanier Pablo HernĂĄndez de Cos, der Chef der Bank fĂŒr Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ist.
Auch EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel und EZB-Chefökonom Philip R. Lane verlassen im Laufe des kommenden Jahres die Zentralbank. Daher wird auf europÀischer Ebene wahrscheinlich ein Personalpaket verhandelt.
