Lawrow fĂŒr GesprĂ€che in Teheran eingetroffen
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 13:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer russische Minister landete am frĂŒhen Nachmittag (Ortszeit) in der iranischen Hauptstadt, wie örtliche Medien ĂŒbereinstimmend berichteten.
Laut Irans AuĂenministerium stehen bei Lawrows Besuch GesprĂ€che ĂŒber die Umsetzung bilateraler Abkommen sowie Konsultationen ĂŒber regionale Entwicklungen auf der Agenda. Neben einem Treffen mit Irans AuĂenminister Abbas Araghtschi sei auch ein GesprĂ€ch mit PrĂ€sident Massud Peseschkian geplant. Nach Angaben des russischen AuĂenministeriums soll es unter anderem um gemeinsame Logistik- und Energieprojekte gehen. Geplant seien zudem Beratungen ĂŒber die Lage am Persischen Golf und Auswege aus der internationalen Krise, die Moskau auf die "rechtswidrige Aggression der USA und Israels gegen den Iran" zurĂŒckfĂŒhrt.
Die iranische FĂŒhrung befĂŒrchtet eine neue militĂ€rische Eskalation. Politiker und GenerĂ€le rechneten in den vergangenen Tagen fest mit einem Angriff der USA oder Israels. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte Anfang Oktober allerdings erklĂ€rt, das Land nicht vor den Kongresswahlen am 3. November angreifen zu wollen.
Strategische Partnerschaft seit 2025
FĂŒr die StaatsfĂŒhrung im Iran ist der Kreml ein wichtiger VerbĂŒndeter. Teheran erhofft sich im Iran-Krieg vor allem militĂ€rische UnterstĂŒtzung. Seit Jahren versucht der Iran, moderne Kampfflugzeuge und Flugabwehrsysteme aus Russland zu erwerben. Russlands Möglichkeiten zur militĂ€rischen UnterstĂŒtzung des Irans sind durch den Krieg in der Ukraine jedoch eingeschrĂ€nkt.
Anfang 2025 hatten Russland und der Iran ein Abkommen ĂŒber eine strategische Partnerschaft geschlossen, das unter anderem die militĂ€rische und wirtschaftliche Zusammenarbeit fĂŒr die kommenden 20 Jahre vertiefen soll. Anders als Russlands Abkommen mit Nordkorea enthĂ€lt es jedoch keine Beistandsklausel fĂŒr den Kriegsfall. In den vergangenen Jahren waren beide Staaten angesichts internationaler Isolation enger aneinander gerĂŒckt.
