Lehrerbesoldung, NRW

Lehrerbesoldung NRW: A13 fĂŒr Grund- und Realschulen ab heute

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 16:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

NRW gleicht die Besoldung aller LehrÀmter an. Ab August erhalten Grund-, Haupt- und RealschullehrkrÀfte A13/E13, was ein Plus von bis zu 700 Euro brutto bedeutet.

NRW: LehrergehÀlter an Grund- und Realschulen steigen auf A13
Ein moderner Schreibtisch in einem Klassenzimmer mit Lehrmaterialien, der die finanzielle Aufwertung des Lehrberufs symbolisiert. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Nordrhein-Westfalen schließt die Angleichung der Lehrerbesoldung ab. Ab dem heutigen 1. August werden alle voll ausgebildeten LehrkrĂ€fte an Grund-, Haupt- und Realschulen nach A13 bezahlt, angestellte LehrkrĂ€fte erhalten die Entgeltgruppe E13. Damit endet ein mehrjĂ€hriger Prozess zur Gleichstellung der LehrĂ€mter im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Bislang verdienten PÀdagogen an Grundschulen und in der Sekundarstufe I weniger als ihre Kollegen an Gymnasien oder Berufskollegs. Das Àndert sich nun.

Bis zu 700 Euro mehr im Monat

Die betroffenen LehrkrÀfte profitieren von einem deutlichen Gehaltsplus: Zwischen 600 und 700 Euro brutto kommen monatlich dazu. Die Summe ergibt sich aus der Differenz zwischen der bisherigen Einstufung in A12 beziehungsweise E12 und der neuen Besoldung.

Die Anpassung soll den Lehrberuf an Grund-, Haupt- und Realschulen attraktiver machen und gegen den Personalmangel helfen. Die Ausbildung aller LehrÀmter wird damit finanziell gleichwertig entlohnt.

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Vom Koalitionsvertrag zum Gesetz

Der Weg dorthin war lang: Bereits im Koalitionsvertrag von 2022 war der Stufenplan verankert, 2023 goss der Landtag das Vorhaben in ein Gesetz. Bis zum heutigen Stichtag sollten die BezĂŒge schrittweise steigen – das ist nun erreicht.

Mit der Gleichstellung folgt NRW einem bundesweiten Trend. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) weist darauf hin, dass nur noch drei LĂ€nder keine vollstĂ€ndige Angleichung haben: Baden-WĂŒrttemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Andere LĂ€nder ziehen nach

Hessen und Bayern arbeiten noch an der Umsetzung. Dort sollen die LehrĂ€mter bis Sommer 2028 auf A13/E13 angehoben werden. Die Behandlung der Besoldung ist Teil einer grĂ¶ĂŸeren Diskussion ĂŒber die AttraktivitĂ€t des öffentlichen Dienstes.

Der Wettbewerb um qualifizierte NachwuchskrĂ€fte verschĂ€rft sich: In Branchen mit Tarifbindung stiegen die AusbildungsvergĂŒtungen zuletzt um durchschnittlich 3,9 Prozent. In der Pflege oder im Bankensektor gibt es schon im ersten Ausbildungsjahr ĂŒber 1.400 Euro.

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Ganztagsausbau: Die nĂ€chste HĂŒrde

Die Besoldungsreform fĂ€llt mit einer weiteren Herausforderung zusammen: Ebenfalls zum 1. August greift der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung fĂŒr ErstklĂ€ssler. Acht Stunden Betreuung tĂ€glich sind vorgesehen, bis 2029/30 soll der Anspruch auf alle Grundschulklassen ausgeweitet werden.

Kommunen wie Hamm, DĂŒsseldorf und Krefeld fordern mehr finanzielle UnterstĂŒtzung vom Land. Die Betriebskosten und der Raumbedarf fĂŒr den Ganztagsausbau seien enorm. Das Institut der deutschen Wirtschaft schĂ€tzt, dass NRW bis Ende des Jahrzehnts rund 45.300 zusĂ€tzliche GanztagsplĂ€tze schaffen muss. Die Lehrerbesoldung ist angeglichen – der nĂ€chste Kraftakt steht schon bevor.

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