Löhne, Medianentgelt

Löhne 2025: Medianentgelt springt um 5,1 Prozent auf 4.217 Euro

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 12:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Vollzeitbeschäftigte in Deutschland verdienen 2025 im Median 4.217 Euro. Die Lohnsteigerung von 5,1 Prozent übertrifft die Inflation deutlich.

Deutsche Bruttogehälter 2025: Kräftiger Anstieg über Inflation
Eine Gruppe von Geschäftsleuten verhandelt an einem Konferenztisch, im Hintergrund eine Grafik mit aufsteigenden Gehaltstrends. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Medianentgelt legte um 5,1 Prozent oder 203 Euro auf 4.217 Euro monatlich zu. Damit liegt die Lohnentwicklung klar über der Inflationsrate von 2,2 Prozent.

Hamburg vorn, Mecklenburg-Vorpommern Schlusslicht

Die regionalen Unterschiede bleiben gewaltig. Spitzenreiter Hamburg zahlt mit 4.768 Euro den höchsten Medianlohn. Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern kommt auf gerade 3.497 Euro – ein Unterschied von über 1.200 Euro monatlich.

Neben dem Wohnort entscheidet vor allem die Qualifikation über das Gehalt. Beschäftigte ohne Berufsabschluss verdienten 2025 im Median 3.133 Euro. Mit Berufsabschluss waren es 4.069 Euro. Akademiker kamen auf 6.146 Euro.

Auch das Alter spielt eine Rolle: Unter 25-Jährige erhielten 3.202 Euro, die Gruppe der 25- bis 54-Jährigen 4.286 Euro. Arbeitnehmer ab 55 Jahren lagen bei 4.362 Euro.

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Gender-Pay-Gap schrumpft langsam

Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen wird kleiner – aber nur langsam. Der Gender-Pay-Gap beim Medianentgelt sank 2025 auf 309 Euro. Das sind 37 Euro weniger als im Vorjahr. Trotz Annäherung verdienen Frauen in Vollzeit weiterhin spürbar weniger.

Neue EU-Regeln und Tarifkonflikte

Die EU will mit mehr Lohntransparenz gegensteuern. Geplante Maßnahmen sollen Gehaltsvergleiche erleichtern und Verhandlungen auf eine datenbasierte Grundlage stellen.

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In der Industrie kracht es derweil. Barbara Resch, IG-Metall-Chefin in Baden-Württemberg, wehrt sich gegen Forderungen nach sinkenden Arbeitskosten. Ihrer Ansicht nach gefährden hohe Energiepreise den Standort – nicht die Löhne. Ein Lohnverzicht sichere keine Jobs, so Resch. Seit 2019 seien in der Metall- und Elektroindustrie des Bundeslandes 75.000 Stellen weggefallen.

Für Herbst 2026 stehen neue Tarifverhandlungen an. Sie dürften die weitere Reallohnentwicklung maßgeblich prägen.

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