Gewerkschaften, Arbeit

Aktuelle Tarifforderungen der ver.di gegenĂŒber der CineStar-Gruppe gefĂ€hrden ArbeitsplĂ€tze und zahlreiche Kinostandorte

17.02.2026 - 18:00:37 | presseportal.de

LĂŒbeck - Auch die zweite Verhandlungsrunde zwischen der CineStar-Gruppe und der Gewerkschaft ver.di ist ohne Ergebnis geblieben. Die aktuelle Forderung der ver.di fĂŒr den Einstiegslohn liegt bei 15,80 EUR. Aus Sicht von CineStar liegt sie deutlich jenseits der wirtschaftlichen TragfĂ€higkeit und gefĂ€hrdet ArbeitsplĂ€tze und CineStar-Standorte.

Aktuelle Tarifforderungen der ver.di gegenĂŒber der CineStar-Gruppe gefĂ€hrden ArbeitsplĂ€tze und zahlreiche Kinostandorte - Foto: presseportal.de
Aktuelle Tarifforderungen der ver.di gegenĂŒber der CineStar-Gruppe gefĂ€hrden ArbeitsplĂ€tze und zahlreiche Kinostandorte - Foto: presseportal.de

In der heutigen zweiten Tarifverhandlungsrunde hat CineStar ein Angebot vorgelegt, das fĂŒr ServicekrĂ€fte in den Einstiegskategorien bei 13,95 Euro - zuzĂŒglich sĂ€mtlicher ZuschlĂ€ge - liegt. Dies wĂŒrde zu einer Erhöhung der Löhne um 7,3 % - bezogen auf den letzten Tarifabschluss - fĂŒhren.

Ver.di hat bereits fĂŒr diese Einstiegskategorien - bezogen auf das Lohnniveau vom Dezember 2025 - eine Forderung von 15,80 EUR erhoben. Das entsprĂ€che einer Lohnsteigerung von rund 21,5 %. Des weiteren fordert ver.di eine Erhöhung der jĂ€hrlichen Sonderzahlung um 76%.

In der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Kinobranche sind solche GrĂ¶ĂŸenordnungen nicht im Ansatz darstellbar.

Oliver Fock, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der CineStar-Gruppe:

"Die Forderungen der ver.di dĂŒrfen nicht dazu fĂŒhren, dass Schließungen von Standorten forciert werden. Viele unserer Kinos arbeiten bereits jetzt an der Grenze der Wirtschaftlichkeit. Jede wirtschaftlich erzwungene Schließung ist erfahrungsgemĂ€ĂŸ endgĂŒltig - und bedeutet einen dauerhaften Verlust von ArbeitsplĂ€tzen und kultureller Infrastruktur, gerade in strukturschwĂ€cheren Regionen. Wir appellieren daher an ver.di, unser Angebot sorgfĂ€ltig zu prĂŒfen und damit sowohl die Interessen der Mitarbeitenden als auch die Zukunft unserer Standorte zu berĂŒcksichtigen."

Michael Strohmenger, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der CineStar-Gruppe, ergĂ€nzt:

"Unter Einbeziehung von Nacht-, Feiertags- und SonderzuschlĂ€gen lag der durchschnittliche Stundenverdienst unserer ServicekrĂ€fte bereits im letzten Jahr bei 16,90 Euro, bei Ebenenleitungen sogar bei knapp unter 20 Euro. Die Anhebung auf den aktuellen Mindestlohn ist darin noch gar nicht berĂŒcksichtigt. Zudem handelt es sich bei der TĂ€tigkeit der ServicekrĂ€fte ĂŒberwiegend um eine zeitlich begrenzte NebenbeschĂ€ftigung. Die Position ist strukturell dem Niedriglohnsektor zuzuordnen. Zu dieser Kategorie gehören ĂŒber 70% unserer BeschĂ€ftigten."

Über CineStar

Unter der Dachmarke "CineStar" werden in Deutschland 44 Kinos in unterschiedlichen Gesellschaften betrieben, darunter Multiplexe, traditionelle Filmtheater sowie Arthouse Kinos. Damit ist CineStar sowohl im Hinblick auf die Anzahl der Standorte als auch auf LeinwĂ€nde, SitzplĂ€tze und Besucher einer der marktfĂŒhrenden Kinobetreiber in Deutschland. Das Unternehmen mit Sitz in LĂŒbeck gehört zum australischen MarkfĂŒhrer Event Hospitality & Entertainment Limited.

Pressekontakt:

Cinestar-Gruppe
Head of Corporate Communications
Sandra Backhaus
Mail: sandrabackhaus@cinestar.de

Original-Content von: CineStar ĂŒbermittelt durch news aktuell

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