Marienviertel, FernwÀrme

Marienviertel: FernwĂ€rme fĂŒr 370 Wohnungen statt Gas- und Etagenheizungen

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 02:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Evo, Netzgesellschaft und Covivio planen den schrittweisen Wechsel von Gasheizungen zur FernwĂ€rme fĂŒr 370 Wohnungen.
MehrfamilienhÀuser in einem Wohnquartier an einem sonnigen Herbsttag. Illustration mit AI erstellt.

Die Energieversorgung Oberhausen (evo), die Oberhausener Netzgesellschaft und das Immobilienunternehmen Covivio haben den Anschluss des Marienviertels an das FernwÀrmenetz der Stadt bekannt gegeben. Wie aus einem Bericht vom 24. Oktober 2026 hervorgeht, soll durch die Kooperation der beteiligten Akteure die WÀrmeversorgung in dem Wohnquartier grundlegend modernisiert werden.

Das Vorhaben umfasst den Angaben zufolge insgesamt 46 GebĂ€ude mit 370 Wohneinheiten. Die Anbindung der Liegenschaften an die Infrastruktur soll ĂŒber 29 HausanschlĂŒsse realisiert werden. evo, die Oberhausener Netzgesellschaft und Covivio rechnen fĂŒr das Quartier mit einem jĂ€hrlichen WĂ€rmeabsatz von rund 1.947 MWh.

Schrittweiser Umstieg von Gas auf FernwÀrme

Im Zuge der Umstellung wird die bestehende Heiztechnik in den BestandsgebÀuden ausgetauscht. Vorgesehen ist, die bisher genutzten Gas- und Gasetagenheizungen schrittweise zu ersetzen. Zudem sollen auch die in einzelnen Wohnungen installierten Gasdurchlauferhitzer ausgebaut werden. Auf diese Weise wird die bisher dezentrale und gasbasierte Erzeugung von RaumwÀrme und Warmwasser auf das zentrale Versorgungsnetz umgestellt.

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Mit dem Anschluss an das stĂ€dtische Netz binden die Partner die GebĂ€ude an ein System an, das bereits ĂŒber definierte energetische Kennwerte verfĂŒgt. Der PrimĂ€renergiefaktor der Oberhausener FernwĂ€rme liegt bei 0,23, was dem System bis Ende 2033 bescheinigt ist.

Ein niedriger PrimĂ€renergiefaktor gilt in der Immobilienwirtschaft als wesentliches Kriterium fĂŒr die energetische Bewertung von GebĂ€uden und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben im WĂ€rmesektor.

Hoher Anteil erneuerbarer WĂ€rme

Die Zusammensetzung der WĂ€rme im stĂ€dtischen Netz stĂŒtzt sich zu einem wesentlichen Teil auf nicht-fossile Quellen. Rund 70 Prozent der in das FernwĂ€rmenetz eingespeisten Energie stammen aus erneuerbaren Quellen sowie aus unvermeidbarer AbwĂ€rme. Innerhalb dieses Segments entfallen wiederum rund 15 Prozent auf Biomasse.

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Durch das Projekt bĂŒndeln der lokale Energieversorger evo, der Netzbetreiber und das Wohnungsunternehmen Covivio ihre AktivitĂ€ten, um den GebĂ€udebestand im Marienviertel im Hinblick auf den WĂ€rmeverbrauch neu auszurichten und schrittweise von fossilen EnergietrĂ€gern abzukoppeln.

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