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Maschinenbau: InlandsauftrĂ€ge schrumpfen weiter – Produktion wĂ€chst erst 2027 wieder

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 09:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau verzeichnet im August deutlich weniger Bestellungen als ein Jahr zuvor. Besonders schwach entwickelt sich die Nachfrage aus dem Inland, wÀhrend der lÀngere Vergleichszeitraum ein gemischteres Bild zeigt.

Der Maschinenbau wartet weiterhin auf einen dauerhaften Aufschwung. (Symbolbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa
Der Maschinenbau wartet weiterhin auf einen dauerhaften Aufschwung. (Symbolbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat im August wegen fehlender GroßauftrĂ€ge deutlich weniger Bestellungen erhalten als ein Jahr zuvor.

AuftrÀge sinken im August

Der Wert der Bestellungen ging im Vorjahresvergleich um 5 Prozent zurĂŒck. Die Auslandsorders schwĂ€chten sich dabei mit einem Minus von 6 Prozent stĂ€rker ab als die Inlandsbestellungen.

Ausland im Dreimonatsvergleich deutlich stÀrker

Im weniger schwankungsanfĂ€lligen Zeitraum von Juni bis August legten die AuftrĂ€ge aus dem Ausland dagegen um 11 Prozent zu. Aus dem Inland registrierte der Branchenverband VDMA einen RĂŒckgang um 1 Prozent.

Insgesamt stiegen die Bestellungen in diesem Dreimonatszeitraum um 7 Prozent gegenĂŒber dem schwachen Vorjahreszeitraum. FĂŒr die ersten acht Monate des Jahres ergibt sich ein Zuwachs von 4 Prozent.

VDMA warnt vor schwacher Inlandsnachfrage

VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt erklĂ€rte, der Verband mache sich große Sorgen, dass die AuftrĂ€ge aus dem Inland von Monat zu Monat weiter schrumpften. Dies zeige, wie angeschlagen der Standort Deutschland sei und wie dringend durchgreifende Reformen benötigt wĂŒrden.

Produktion soll erst 2027 wieder wachsen

Die Anlagen der Branche sind weiterhin nicht voll ausgelastet. Der VDMA hatte seine Produktionsprognose fĂŒr das laufende Jahr erst vor zwei Wochen auf einen RĂŒckgang von 2 Prozent gesenkt.

Nach vier Jahren mit rĂŒcklĂ€ufiger Produktion wird Wachstum im Maschinenbau damit erst fĂŒr 2027 erwartet.

Inland bleibt der Schwachpunkt

Der August-RĂŒckgang zeigt, dass der deutsche Maschinenbau trotz der besseren Entwicklung im geglĂ€tteten Dreimonatszeitraum stark von einzelnen GroßauftrĂ€gen und der internationalen Nachfrage abhĂ€ngt. Besonders problematisch ist die anhaltende SchwĂ€che im Inland: WĂ€hrend die Auslandsbestellungen von Juni bis August deutlich zulegten, gingen die Bestellungen deutscher Kunden weiter zurĂŒck.

Signale fĂŒr Produktion und BeschĂ€ftigung

AuftragseingĂ€nge gelten im Maschinenbau als wichtiger Vorlaufindikator fĂŒr die kĂŒnftige Produktion. Bleiben neue Bestellungen aus, können Unternehmen freie KapazitĂ€ten zunĂ€chst ĂŒber bestehende AuftragsbestĂ€nde ĂŒberbrĂŒcken. Eine dauerhaft niedrige Auslastung erhöht jedoch den Druck auf Investitionen, Schichtmodelle und BeschĂ€ftigung.

Reformen und globale Nachfrage

Die Forderung nach Reformen richtet sich damit nicht nur auf kurzfristige Konjunkturhilfen. FĂŒr die Branche zĂ€hlen ebenso verlĂ€ssliche Energie- und Standortbedingungen, schnellere Genehmigungen sowie Investitionen der deutschen Industrie in neue Anlagen. Der Zuwachs bei den AuslandsauftrĂ€gen im Dreimonatsvergleich zeigt zugleich, dass internationale MĂ€rkte eine wichtige StĂŒtze bleiben. Die erwartete RĂŒckkehr zu Wachstum im Jahr 2027 hĂ€ngt deshalb sowohl von einer Belebung der Inlandsinvestitionen als auch von der weltweiten Nachfrage ab.

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