Ifo: Mehr Unternehmen planen Preiserhöhungen
29.04.2026 - 14:22:58 | dts-nachrichtenagentur.deIn der Industrie sind die Preiserwartungen von 21,1 auf 34,2 Punkte krÀftig gestiegen, bei energieintensiven Unternehmen sogar von 30,6 auf 47,5 Punkte. Hier fÀllt insbesondere die Chemieindustrie ins Gewicht, deren Preiserwartungen von 31,8 auf 61,7 Punkte hochschnellten. Bei den nicht-energieintensiven Unternehmen war die VerÀnderung deutlich geringer: von 19,2 auf 19,8 Punkte.
Einen deutlichen Hinweis auf einen weiteren Anstieg der Verbraucherpreise geben die Preiserwartungen in den konsumnahen Bereichen, z. B. Gastronomie oder Einzelhandel. So ist der Indikator bei konsumnahen Dienstleistern von 27,9 auf 39,8 Punkte gestiegen.
"Insgesamt dĂŒrfte die Inflationsrate in den kommenden Monaten auf ĂŒber drei Prozent klettern", erwartet WollmershĂ€user. Bei den unternehmensnahen Dienstleistern planen dagegen weniger Unternehmer mit höheren Preisen. Ihre Preiserwartungen sind nur von 26,9 auf 32,5 Punkte gestiegen. Dazu zĂ€hlen zum Beispiel Architektur- und IngenieurbĂŒros (Anstieg von 11,2 auf 15,2 Punkte) oder Unternehmensberater, wo die Preiserwartungen sogar gesunken sind (von 10,3 auf 6,3 Punkte).
Die Punkte bei den Ifo-Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, lĂ€ge der Saldo bei +100 Punkten. WĂŒrden alle ihre Preise senken wollen, lĂ€ge er bei ?100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das Ifo-Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten PreisĂ€nderung.
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