VerschĂ€rfte Grenzkontrollen: GrĂŒne schicken Fragen an Bundesregierung
11.05.2025 - 13:38:39 | dpa.deFraktionschefin Britta HaĂelmann, der innenpolitische Sprecher Marcel Emmerich und weitere Abgeordnete haben insgesamt 18 Fragen an das Bundesinnenministerium geschickt. Der Katalog soll am Montag auch schriftlich bei der Bundesregierung eingereicht werden und liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet.
Die GrĂŒnen wollen unter anderem wissen, auf welcher gesetzlichen Grundlage die Bundesregierung ihre Anweisung stĂŒtzt, auch Asylsuchende an den Grenzen abzuweisen. Zudem fordern die Abgeordneten Antworten darauf, wie viele Bundespolizisten in den vergangenen Monaten fĂŒr Grenzkontrollen eingesetzt wurden und wie hĂ€ufig Bundespolizeidienststellen unbesetzt blieben.
Von Notz: Vorgehen von purem Chaos geprÀgt
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Konstantin von Notz kritisierte, die neue Bundesregierung setze auf Symbolpolitik, die der Wirtschaft und der europĂ€ischen Integration massiv schade. "ZurĂŒckweisungen Schutzsuchender an den Grenzen sind und bleiben europarechtswidrig. Das Vorgehen von Friedrich Merz und Alexander Dobrindt soll StĂ€rke ausstrahlen, ist de facto aber von reinem Chaos geprĂ€gt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Die neue Bundesregierung will mit zusĂ€tzlichen Grenzkontrollen und ZurĂŒckweisungen von Asylbewerbern gegen unerwĂŒnschte Migration vorgehen. Mitte der Woche wies der neue Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) die Bundespolizei an, die Grenzen verschĂ€rft zu kontrollieren und auch Asylsuchende abzuweisen. Aus Sicht von Kritikern sind ZurĂŒckweisungen vermutlich nicht mit EU-Recht vereinbar und zudem eine Gefahr fĂŒr den eigentlich grenzkontrollfreien EU-Binnenmarkt.
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