Mercedes-Benz: 90.000 BeschĂ€ftigte zurĂŒck ins BĂŒro ohne Lohnplus
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 21:52 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die gesundheitlichen Risiken steigen â doch die Politik setzt auf mehr ProduktivitĂ€t.
Die stille Gefahr am Schreibtisch
FĂŒnf bis sechs Stunden sitzen Deutsche durchschnittlich pro Tag. Die Folge: Rund 18 Prozent der Bevölkerung klagen ĂŒber RĂŒckenverspannungen. Experten fĂŒr Arbeitssicherheit fordern deshalb mehr Weiterbildungen zur ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung.
Betriebe könnten davon doppelt profitieren: Weniger krankheitsbedingte Fehltage und höhere LeistungsfĂ€higkeit der Mitarbeiter. Spezialisierte BĂŒrostĂŒhle sind dabei nur ein Teil der Lösung.
Kretschmer fordert mehr ProduktivitÀt
Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer machte am heutigen Sonntag Druck. Er sprach sich gegen die 35-Stunden-Woche aus und regte Karenztage bei Krankschreibungen an. Bis zum Herbst will er zudem eine Lösung fĂŒr die Pflegefinanzierung vorlegen.
Der Bundestag zog bereits am Freitag nach: Das Beitragssatzstabilisierungsgesetz ermöglicht ab 2027 eine Teilkrankschreibung. Wer lĂ€nger als vier Wochen krank ist, kann kĂŒnftig 25, 50 oder 75 Prozent ArbeitsunfĂ€higkeit attestiert bekommen. Arbeitgeber dĂŒrfen binnen sieben Tagen widersprechen. SozialverbĂ€nde und Mediziner kritisieren die Neuregelung scharf.
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Mercedes-Benz kehrt zur PrĂ€senz zurĂŒck
Beim Autobauer zeichnet sich ein harter Kurswechsel ab. Mercedes plant laut Berichten das Ende der Homeoffice-Regelungen und will zur FĂŒnf-Tage-PrĂ€senz zurĂŒckkehren. FĂŒr rund 90.000 BeschĂ€ftigte soll die Wochenarbeitszeit von 35 auf 40 Stunden steigen â ohne Lohnausgleich. Die IG Metall kĂŒndigte bereits Proteste an.
Dabei belegen Studien positive Effekte flexibler Modelle. Ein Homeoffice-Anteil von bis zu 60 Prozent kann die ProduktivitĂ€t um 20 Prozent steigern, so die Techniker Krankenkasse. Eine Untersuchung der Wharton School zeigt zudem: FĂŒhrungskrĂ€fte, die Homeoffice ablehnen, weisen hĂ€ufiger narzisstische Persönlichkeitsmerkmale auf.
DĂŒsseldorf zeigt, wie es geht
Die Landeshauptstadt DĂŒsseldorf erhielt am Donnerstag den AOK-Gesundheitspreis fĂŒr Innovation und Engagement. Die Stadt hat 300 BeschĂ€ftigte zu Ersthelfern fĂŒr psychische Gesundheit ausgebildet. Das Preisgeld von 8.000 Euro flieĂt zweckgebunden in weitere GesundheitsmaĂnahmen.
Der technologische Wandel und neue gesetzliche Rahmenbedingungen wie der EU AI Act stellen Unternehmen vor die Herausforderung, Innovation und Compliance in Einklang zu bringen. Sichern Sie sich diesen kompakten Leitfaden, um alle Fristen und Pflichten der neuen Verordnung rechtzeitig umzusetzen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklÀrt
KI erobert den Arbeitsmarkt
Fast jeder zweite BeschĂ€ftigte nutzt bereits KĂŒnstliche Intelligenz am Arbeitsplatz â oft ohne Genehmigung der Vorgesetzten. Ab August 2026 drohen BuĂgelder nach dem EU AI Act. Die regulierte Integration solcher Tools wird damit zur dringenden Aufgabe fĂŒr Unternehmen.
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