Merklingen, Grundstein

Merklingen: Grundstein für 18-Millionen-Euro-Kindergartenquartier gelegt

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 16:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Merklingen entsteht ein Kinderbetreuungs- und Wohnprojekt, während Kommunen mit Defiziten und steigenden Baukosten konfrontiert sind.
Symbolbild: moderne Wohnhäuser mit Gärten Illustration mit AI erstellt.

In Weil der Stadt hat der Bau eines neuen Großprojekts begonnen. An der Kirchenburg im Stadtteil Merklingen wurde der Grundstein für ein 18-Millionen-Euro-Kindergartenquartier gelegt. Neben Räumlichkeiten für die Kinderbetreuung sieht das Vorhaben auch die Errichtung von Wohnungen vor. Als Bauherr und Generalunternehmer des Projekts fungiert das Unternehmen Weisenburger.

Wie die Stuttgarter Nachrichten berichteten, nahmen an der offiziellen Grundsteinlegung unter anderem der Bürgermeister von Weil der Stadt, Christian Walter, der Erste Beigeordnete Jürgen Katz sowie Weisenburger-Geschäftsführer Matthias Ryzlewicz teil.

Dem Baubeginn waren allerdings kontroverse Debatten vorausgegangen. Das Bauvorhaben stand im Vorfeld mehrfach in der Kritik. Neben Einwänden aus der Bürgerschaft hatten vor Baubeginn auch Funde von Skeletten auf dem Areal für Verzögerungen und Diskussionen gesorgt. Zudem steht das Bauprojekt vor dem Hintergrund einer angespannten Haushaltslage, da die Stadt Weil der Stadt finanziell angeschlagen ist.

Finanzieller Druck und steigende Kosten im Bausektor

Die finanzielle Belastung der Kommune spiegelt eine landesweite Entwicklung wider. Nach Angaben der Kommunalen Landesverbände Baden-Württemberg im Anschluss an den Aktionstag im Juni belief sich das Defizit der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg für das Jahr 2025 auf rund 4,4 Mrd. Euro.

Anzeige

Ein 18-Millionen-Euro-Quartier, das eine finanziell angeschlagene Kommune stemmt — und landesweit ein Defizit von rund 4,4 Mrd. Euro im Jahr 2025. Wer Bauprojekte trotzdem durchbringen will, braucht belastbare Kostenkontrolle statt später Nachträge. Der kostenlose Leitfaden zeigt, wie Kommunen Kostenberechnung, Vergabe und Risiko-Früherkennung zusammenführen. Kostenlosen Praxis-Leitfaden anfordern

Für das Jahr 2027 wird mit einem Fehlbetrag von mehr als 4 Mrd. Euro gerechnet. Vom Land Baden-Württemberg wurden finanzielle Hilfen in Höhe von knapp 1,2 Mrd. Euro zugesagt, die teilweise rückzahlbar sind. Für das Jahr 2027 wurde zudem eine erste Tranche von 200 Mio. Euro aus der sogenannten Klimamilliarde in Aussicht gestellt.

Erschwert werden kommunale Bauvorhaben zusätzlich durch den Kostendruck in der Branche. Zahlen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg verdeutlichen die anhaltende Preisdynamik: Die Kosten für Rohbauarbeiten legten um 7,3 Prozent zu, wobei Dacharbeiten ein Plus von 9,5 Prozent und Maurerarbeiten einen Anstieg von 5,5 Prozent verzeichneten.

Anzeige

Rohbauarbeiten plus 7,3 Prozent, Dacharbeiten plus 9,5 Prozent — bei solchen Aufschlägen kippt jede knappe Kostenberechnung. Dazu kommen Einwände aus der Bürgerschaft und unerwartete Funde auf dem Areal, die Zeitpläne verschieben. Die Checkliste zur Risiko-Früherkennung hilft, solche Treiber zu erkennen, bevor sie den Haushalt belasten. Risiko-Checkliste jetzt abrufen

Im Bereich der Ausbauarbeiten ergab sich ein Zuwachs von 6,8 Prozent, angetrieben von einer Steigerung um 8,3 Prozent im Bereich Zimmer- und Holzbau. Die Aufwendungen für Instandhaltungsarbeiten ohne Schönheitsreparaturen kletterten ebenfalls um 6,9 Prozent.

Disclaimer...
de | wirtschaft | 70409365 |