Merz und andere erhöhen Druck im Ringen um EU-Etat
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 17:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Wenn der irische Verhandlungsvorschlag als Grundlage fĂŒr die weiteren GesprĂ€che dienen soll, muss er einen Gesamtumfang vorsehen, der von denjenigen, die den gröĂten Teil der finanziellen Last tragen, auch realistisch finanziert werden kann", heiĂt es in einem Brief an den irischen Premierminister MicheĂĄl Martin. "Diese Frage kann nicht aufgeschoben werden."
Neben Merz unterzeichneten die Regierungschefs aus den sogenannten NettozahlerlĂ€ndern DĂ€nemark, Ăsterreich, Schweden, Finnland und den Niederlanden das Schreiben. Es liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. NettozahlerlĂ€nder sind LĂ€nder, die unter dem Strich mehr in den riesigen Topf einzahlen, als sie herausbekommen.
Deutschland zahlt gröĂten Beitrag
Derzeit wird ĂŒber den EU-Haushalt fĂŒr 2028 bis 2034 verhandelt. Finanziert wird der Etat ĂŒberwiegend aus einem Anteil des Bruttonationaleinkommens (BNE) der Mitgliedstaaten. Als gröĂte Volkswirtschaft der EU zahlt Deutschland den mit Abstand gröĂten Beitrag. Die Unterzeichner fordern KĂŒrzungen des Vorschlags der EU-Kommission fĂŒr das Budget um mehrere hundert Milliarden Euro. Die BrĂŒsseler Behörde schlĂ€gt inflationsbereinigt (zu Preisen von 2025) rund 1,76 Billionen Euro vor.
Seit Juli hat Irland den rotierenden Vorsitz der EU-Staaten inne und ist damit dafĂŒr zustĂ€ndig, die Haushaltsverhandlungen voranzutreiben. Es wird erwartet, dass das Land im Oktober einen neuen Kompromissvorschlag prĂ€sentiert. Bislang ist das Ziel, bis Jahresende einen Kompromiss zu finden. Da die Positionen der LĂ€nder teils sehr weit auseinander liegen, gilt das als Ă€uĂerst ambitioniert.
