Merz und Selenskyj: Europa an FriedensgesprÀchen beteiligen
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 15:38 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Wir haben mit Friedrich eine gemeinsame Sicht, dass es keinen stabilen Frieden geben kann, ohne dass die EuropÀer in dem einen oder anderen Format zu den Verhandlungen hinzugezogen werden", sagte Selenskyj in Berlin bei einer Pressekonferenz mit Merz.
Der Kanzler sagte, eine neue Runde von FriedensgesprÀchen sei nun der richtige Schritt. "Europa muss und will in diesem Prozess eine Rolle spielen. Zentrale Elemente einer Friedenslösung, sei es zu Sanktionen oder zur Sicherheitsarchitektur, können nur mit uns EuropÀern gelöst werden", sagte Merz.
Neue GesprÀchsrunde in Abu Dhabi
Kurz vor der Ankunft von Selenskyj in Berlin hatte der US-Sondergesandte Steve Witkoff eine neue GesprĂ€chsrunde zwischen Russland, der Ukraine und den USA fĂŒr nĂ€chste Woche Dienstag und Mittwoch in Abu Dhabi angekĂŒndigt.
"FĂŒr uns sind die PrioritĂ€ten die Energiewirtschaft und die kritische Infrastruktur. Das heiĂt, eine Waffenruhe fĂŒr Angriffe darauf", sagte Selenskyj. Er nannte als zweiten Punkt Getreide und ein Ende der Blockade von Transporten ĂŒber das Schwarze Meer. "Daran ist auch Russland interessiert und andere Staaten in Afrika und Asien", sagte er.
Der ukrainische PrĂ€sident nannte als dritten Aspekt einen Gefangenenaustausch. Er sprach von einem Austausch aller gegen alle. Nötig seien dann ranghöchste GesprĂ€che - konkret, ein trilaterales Treffen auf der Ebene der StaatsfĂŒhrer. WĂŒnschenswert sei dabei die Anwesenheit Europas.
