Merz zu EU-Handelsschutz: 'Sehen nicht lÀnger tatenlos zu'
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 15:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer CDU-Vorsitzende sagte in einer RegierungserklĂ€rung im Bundestag zum bevorstehenden EU-Gipfel: "Wir sehen nicht lĂ€nger tatenlos zu, wenn andere Staaten durch hohe Subventionen, kĂŒnstlich abgewertete WĂ€hrungen, ĂberkapazitĂ€ten und aggressive Preissetzung unserer Wirtschaft schaden."
Die Aussagen dĂŒrften sich vor allem gegen China richten - auch wenn Merz China nicht explizit nannte. China wird vorgeworfen, den Markt durch staatliche Subventionen zu verzerren, ĂberkapazitĂ€ten zu erzeugen und so Dumpingpreise zu ermöglichen, mit denen europĂ€ische Firmen nicht mithalten könne.
Merz sagte weiter: "Wer mit uns den Handelskonflikt sucht, der wird erfahren, dass wir uns jetzt zur Wehr setzen, und zwar mit angemessenen Reaktionen." Unter Verweis auf VorschlĂ€ge Deutschlands uns Frankreich sprach der Kanzler von einem neuen Handelsschutzinstrument, mit dem bei gezielten Angriffen auf Industrien und Lieferketten schnell reagiert werden könne. Beim EU-Gipfel solle darĂŒber debattiert werden. Es solle dann möglichst zĂŒgig auch zu Entscheidungen kommen.
EU-Haushalt
Merz bekrĂ€ftigte, die Verhandlungen ĂŒber einen neuen EU-Gemeinschaftshaushalt fĂŒr die Jahre 2028 bis 2034 sollten noch in diesem Jahr zu einem Abschluss gebracht werden. Der aktuelle Vorschlag mĂŒsse aber in allen Bereichen noch einmal begrenzt werden. Merz hatte eine KĂŒrzung des Haushaltsansatzes der Kommission um mehrere hundert Milliarden Euro gefordert und mit Ăsterreich, Schweden, DĂ€nemark, Finnland und den Niederlanden eine Allianz geschmiedet.
PrioritĂ€ten mĂŒssten klarer gesetzt werden, sagte Merz. Es mĂŒsse vor allem in Sicherheit und WettbewerbsfĂ€higkeit investiert werden. "Wir haben keine Zeit zu verlieren", so Merz. Er nannte etwa eine EU-"BĂŒrokratiebremse" und eine Vertiefung des Binnenmarkts/hoe/DP/he
