Mitarbeiter-Tracking, Petition

Meta stoppt Mitarbeiter-Tracking: 2.000 unterzeichnen Petition

24.06.2026 - 07:31:28 | boerse-global.de

Meta setzt Aufzeichnung von Maus- und Tastaturdaten aus. Ein interner Vorfall legte sensible Mitarbeiterinformationen offen.

Meta stoppt Mitarbeiter-Tracking nach Sicherheitspanne
Mitarbeiter-Tracking - Abstrakte Darstellung von Datenströmen und Netzwerkknoten, teilweise unterbrochen, mit einer schemenhaften menschlichen Silhouette im Hintergrund. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Grund ist ein interner Sicherheitsvorfall, bei dem sensible Mitarbeiterdaten für alle Beschäftigten einsehbar waren.

Interne Daten offen zugänglich

Das MCI-Programm (Mouse and Keyboard Tracking) erfasste seit April 2026 die Aktivitäten der Belegschaft für das KI-Training. Nun kam es zu einer schwerwiegenden Fehlkonfiguration: Private Unterhaltungen, Transkriptionen, Leistungsdaten und eingegebene Prompts waren unternehmensweit sichtbar.

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Ein Mitarbeiter meldete den Vorfall als Sicherheitsereignis der Kategorie SEV 2. Screenshots belegten die weitreichende Datenzugänglichkeit. Meta bestreitet zwar ein Datenleck nach außen – es gebe keine Hinweise auf Zugriffe durch Unbefugte. Dennoch leitete das Unternehmen eine umfassende Untersuchung ein. Ein erster technischer Fix war offenbar gescheitert.

Petition gegen Überwachung

Die Aussetzung erfolgt vor dem Hintergrund massiven internen Widerstands. Rund 2.000 Mitarbeiter unterzeichneten eine Petition gegen die Überwachungsmaßnahmen. In der Belegschaft wurde die Arbeitsatmosphäre teilweise als autoritär kritisiert.

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Auch aus der Führungsebene dringen Signale der Anspannung. CTO Andrew Bosworth habe eingeräumt, dass die Arbeitsmoral rapide gesunken sei. CPO Chris Cox bezeichnete das Arbeitsumfeld als äußerst belastend. Der Druck auf Konzernchef Mark Zuckerberg nimmt weiter zu.

Ungewisse Zukunft für Tracking-Programm

Das MCI-Programm bleibt bis auf Weiteres pausiert. Meta prüft die Datenschutzmechanismen des Tools, das ursprünglich Interaktionsmuster für KI-Anwendungen erfassen sollte. Branchenbeobachter werten den Vorfall als Rückschlag für die internen KI-Forschungsbemühungen.

Die Untersuchung soll klären, wie sensible Informationen trotz geltender Richtlinien für die gesamte Belegschaft zugänglich wurden. Ob und in welcher Form das Programm zurückkehrt, ließ das Unternehmen offen.

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