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Mieten im Kreis Ludwigsburg: Belastung nähert sich der Stadt Stuttgart

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 15:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Mietkosten beanspruchen im Kreis Ludwigsburg einen größeren Einkommensanteil; zugleich sind Betriebswohnungen in der Weststadt vorgesehen.

Kreis Ludwigsburg: Mietbelastung nähert sich dem Niveau Stuttgarts
Eine Baustelle für Wohngebäude mit Gerüsten und Baumaterialien vor einem Wohngebiet im Kreis Ludwigsburg. Illustration mit AI erstellt.

Der Druck auf dem regionalen Wohnungsmarkt im Großraum Stuttgart nimmt weiter zu. Laut Berichten müssen die Bewohnerinnen und Bewohner im Kreis Ludwigsburg mittlerweile einen deutlich höheren Anteil ihres Nettoeinkommens für die Miete aufbringen als noch vor zehn Jahren.

Die Belastung durch Mietkosten nähert sich dabei den Werten der benachbarten Landeshauptstadt an: Die Stadt Stuttgart liegt bei der Mietbelastung nur noch knapp vor dem Kreis Ludwigsburg.

Betriebswohnungen in der Ludwigsburger Weststadt geplant

Die angespannte Wohnraumsituation spiegelt sich auch in konkreten Bau- und Umnutzungsplänen im Ludwigsburger Stadtgebiet wider. Auf einem Parkplatz an der Schlieffenstraße stehen seit dem Jahr 2022 mobile Wohncontainer, die bislang der Unterbringung von Geflüchteten dienen.

Wenn diese Container im kommenden Jahr verschwinden, soll die Fläche neu geordnet werden. Vorgesehen ist dort der Bau von Betriebswohnungen, die für Beschäftigte in der Weststadt geschaffen werden sollen.

Die Stadtverwaltung verfolgt die Realisierung dieser Betriebswohnungen an der Schlieffenstraße mit Hochdruck. Das zügige Vorgehen stößt im Umfeld der Planungen jedoch nicht nur auf Zustimmung und sorgt für den Ärger mancher Anwohner vor Ort.

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Mangel an Unterkünften belastet Kommunen landesweit

Dass fehlender Wohnraum und Unterbringungsmöglichkeiten die Verwaltungsebenen in ganz Baden-Württemberg vor erhebliche Herausforderungen stellen, unterstreicht auch der zweite Landesintegrationsbericht Baden-Württemberg.

Der Bericht, der auf einer wissenschaftlichen Studie des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung (MZES) der Universität Mannheim für das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit basiert, identifiziert das Handlungsfeld „Wohnen und Unterbringung“ bei 55 Prozent der Kommunen als größte Hürde der kommunalen Integrationsarbeit.

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Die Untersuchung stützt sich auf eine breite Datenbasis aus 693 Gemeinden, neun Stadtkreisen sowie 44 Landkreisen. Ergänzend wurden Angaben von 144 befragten Integrationsbeauftragten ausgewertet und 21 Leitfadeninterviews geführt.

Die Erhebung macht dabei zugleich organisatorische Unterschiede deutlich: Während größere Kommunen häufiger über eigene Integrationsbeauftragte verfügen, verweisen kleinere Kommunen bei den bestehenden Herausforderungen vor allem auf fehlende personelle und finanzielle Ressourcen.

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