Mietlücke bei Neuverträgen: 16,20 Euro pro Quadratmeter statt 8,29
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 16:54 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Mietpreise in Deutschland driften bei Neu- und Altverträgen massiv auseinander. Wie aus dem Vermieterspiegel 2026 des Unternehmens immocloud hervorgeht, der von der EBS Universität wissenschaftlich begleitet wurde, klafft zwischen langjährigen Mietverhältnissen und Neuabschlüssen eine beträchtliche Lücke. Mietverträge mit einer Laufzeit ab 20 Jahren erzielen im Schnitt 8,29 €/m² kalt, während für Neuverträge 16,20 €/m² aufgerufen werden.
Deutliche Effekte der Vertragsdauer in den Metropolen
Die Auswertung verdeutlicht, wie stark sich die Wohndauer auf das Mietpreisniveau auswirkt. Besonders ausgeprägt zeigt sich dieser Effekt in Ballungsräumen wie Berlin.
Dort liegt die Miete bei Verträgen ab einer Laufzeit von 12 Jahren bei 7,53 €/m² und beträgt damit weniger als die Hälfte eines Neuvertrags. In Düsseldorf schlägt sich die Vertragslaufzeit ebenfalls spürbar nieder: Hier zahlen Mieter bei Kontrakten ab 12 Jahren im Schnitt 9,18 €/m².
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Die Berechnungen belegen zudem die schrittweise relative Absenkung des Mietniveaus über die Jahre hinweg. Je Vertragsjahr liegt die Miete bei gleicher Wohnungsgröße in der Bundeshauptstadt im Mittel um 2,5 % tiefer. In Düsseldorf verzeichnet die Untersuchung pro Vertragsjahr einen durchschnittlichen Rückgang von 1,3 %. Langjährige Mietverhältnisse führen somit zu einer spürbaren Entkoppelung von den aktuellen Angebotskonditionen am Wohnungsmarkt.
Große Differenzen im regionalen Vergleich
Neben der Vertragsdauer weist die Erhebung auch erhebliche geografische Unterschiede auf dem Wohnungsmarkt aus. Unter den weiteren im Report genannten Werten markiert München mit 18,21 €/m² das obere Preisniveau. Am anderen Ende des Spektrums liegt Duisburg mit einem Wert von 7,29 €/m².
Über die Veröffentlichung der Untersuchung berichteten unter anderem das Handelsblatt sowie das Finanzportal finanznachrichten.de am 28. Oktober 2026. Die Ergebnisse dokumentieren eine zunehmende Zweiteilung des Marktes.
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Während Mieter in Altverträgen im Schnitt von vergleichsweise moderaten Kosten profitieren, müssen Wohnungssuchende bei neuen Abschlüssen erheblich mehr aufwenden. Für Bestandshalter wiederum bedeutet die Diskrepanz, dass ältere Mietverträge trotz allgemeiner Teuerung oft weit unter dem aktuellen Marktpreis verharren.
