Deutschland, Konjunktur

Esken: Dürfen uns nicht in Depression hineinreden lassen

05.08.2023 - 03:26:49 | dpa.de

Mit Blick auf die Konjunkturflaute will sich SPD-Chefin Saskia Esken auf die Stärken der deutschen Wirtschaft besinnen. Dafür brauche es mehr Innovation, Subventionen und öffentliche Investitionen.

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken sieht in der jetzigen wirtschaftlichen Lage ein «Tal der Chancen». - Foto: Michael Kappeler/dpa

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hat davor gewarnt, die wirtschaftliche Situation in Deutschland schlechtzureden. «Wir dürfen uns nicht in eine Depression hineinreden lassen, die die Investitionsbereitschaft und auch die Innovationsbereitschaft bremst», sagte Esken ntv.de. «Ich halte das für ein Tal der Chancen, für eine Gelegenheit, sich auf unsere Stärken zu besinnen, die unsere Wirtschaft tragen.»

Die deutsche Wirtschaft steckt in der Konjunkturflaute. Zur Abfederung der Folgen hat Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) knapp 50 steuerpolitische Maßnahmen vorgeschlagen, die die Wirtschaft entlasten sollen, das sogenannte Wachstumschancengesetz.

Aus Eskens Sicht fehlen aber wichtige Aspekte. «Innovation steuerlich zu fördern, ist ein guter und gangbarer Weg, doch das alleine wird nicht genügen und darf sich nicht nur auf die Industrie beziehen», sagte sie. Es brauche auch einen subventionierten Strompreis für energieintensive Unternehmen und mehr öffentliche Investitionen in die Infrastruktur. «Das alles muss zu einem Paket geschnürt werden», forderte Esken.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 63885704 |

Weitere Meldungen

Umfrage: Unsicherheit macht Deutsche zögerlich. Zudem sind sie für die kommenden Generationen pessimistisch. Die wirtschaftliche und politische Situation lässt viele Menschen Entscheidungen und Anschaffungen aufschieben. (Wirtschaft, 18.04.2026 - 04:00) weiterlesen...

Forscher sehen Wirtschaft in längster Krise seit Jahrzehnten. Deren Folgen trafen auch die Wirtschaft hart. So hart wie lange nicht mehr. Erst Corona, dann Ukraine-Krieg und jetzt Iran-Krieg - die schlechten Nachrichten rissen in den vergangenen Jahren nicht ab. (Wirtschaft, 17.04.2026 - 10:13) weiterlesen...

Mehrheit: Konjunkturschwäche wegen äußerer Einflüsse Eine Umfrage zeigt: 62 Prozent der Deutschen sehen äußere Einflüsse wie Kriege und Energiepreise als Hauptgrund für die schwache Wirtschaft – weniger die Politik der Bundesregierung. (Wirtschaft, 17.04.2026 - 04:00) weiterlesen...

Klingbeil sieht starken Konjunktur-Dämpfer durch Iran-Krieg. Dann aber kam der Iran-Krieg. Die Folgen sind beträchtlich. Die deutsche Wirtschaft sollte in diesem Jahr eigentlich wieder Fahrt aufnehmen. (Wirtschaft, 16.04.2026 - 20:31) weiterlesen...

Wirtschaftsweise Grimm: Strukturreformen statt Notfallpakete. Es gebe reichlich grundlegende Probleme, die endlich angepackt werden müssten. Steuerrabatt auf Sprit? Die Maßnahmen der Bundesregierung seien zu kurz gedacht, kritisiert die Ökonomin Veronika Grimm. (Wirtschaft, 14.04.2026 - 10:16) weiterlesen...

Firmenpleiten auch im Januar gestiegen Gastgewerbe, Bau und Verkehr trifft es besonders: Warum die Pleitewelle nicht abebbt und Experten für das laufende Quartal wenig Hoffnung sehen. (Wirtschaft, 14.04.2026 - 09:14) weiterlesen...