Milliardeninvestition - Neues BASF-Werk in China eröffnet
26.03.2026 - 04:39:27 | dpa.deDer weltgröĂte Chemiekonzern BASF hat in China einen neuen Verbundstandort eröffnet. In einer Welt, die immer geteilter werde, zeige der Standort Zhanjiang dass globale Kooperation die besten Ergebnisse erziele, sagte BASF-Vorstand Markus Kamieth in seiner Eröffnungsrede. Zhanjiang ist mit 8,7 Milliarden Euro die gröĂte Einzelinvestition in der Geschichte des deutschen Chemieriesen.Â
BASF erwirtschaftet nur rund 14 Prozent seines globalen Umsatzes in China - obwohl dort die HĂ€lfte der weltweiten Chemienachfrage liegt. Die Ludwigshafener wollen mit Zhanjiang in der Volksrepublik aufholen, um den Markt und die Kunden in SĂŒdchina besser zu bedienen und von den aussichtsreichen Wachstumsprognosen in der Petrochemie-Branche fĂŒr die kommenden Jahre zu profitieren.Â
Kritiker merken an, dass sich die Lage in China seit der Unterzeichnung fĂŒr das Projekt im Jahr 2018 deutlich geĂ€ndert hat, und warnen vor zu viel AbhĂ€ngigkeit von einem autoritĂ€r regierten Land. In der Volksrepublik herrscht ein aggressiver Wettbewerb in vielen Branchen, der auf die Gewinne der Unternehmen drĂŒckt.Â
Kamieth hatte unlĂ€ngst in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» eingerĂ€umt, dass die ProfitabilitĂ€t in den ersten Jahren deutlich unter dem sein werde, was BASF sich ursprĂŒnglich vorgestellt habe. AuĂerdem steht BASF unter Einsparungsdruck und baute ĂŒber Sparprogramme bereits einige Tausend Jobs ab, auch in Deutschland.
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