Bundesregierung will Tourismusbranche in Deutschland stÀrken
15.10.2024 - 13:59:04 | dpa.deDas Wirtschaftsministerium legte dazu nun einen Bericht vor, in dem es um die Zukunftsthemen KlimaneutralitÀt sowie Umwelt- und Naturschutz, Digitalisierung, FachkrÀftesicherung und WettbewerbsfÀhigkeit geht. In dem Papier werden unter anderem 28 Initiativen vorgestellt.
So will beispielsweise der Hotel- und GaststĂ€ttenverband Dehoga junge Menschen in Bangladesch fĂŒr eine Ausbildung im ThĂŒringer Gastgewerbe begeistern, in dem er sie bei der Einreise unterstĂŒtzt und in lebenspraktischen Fragen berĂ€t. Eine Initiative um den ADAC soll Handlungsempfehlungen entwickeln, die den "tourismusgerechten Ausbau" der Ladeinfrastruktur anregen, heiĂt es. Und der Wanderverband will den nachhaltigen Wandertourismus verbessern; etwa durch die Bewertung wanderfreundlicher Wege, Gastgeber und Regionen.
Tourismusstrategie im Koalitionsvertrag vereinbart
SPD, GrĂŒne und FDP hatten die Tourismusstrategie im Koalitionsvertrag vereinbart. FĂŒr die Ausarbeitung war die "Nationale Plattform Zukunft des Tourismus" gegrĂŒndet worden, der rund 130 Experten aus Bund, LĂ€ndern, Tourismuswirtschaft und Wissenschaft angehören.
Kritik kam aus der FDP-Fraktion im Bundestag. Wenn Airlines wegen der "offenbar zu hohen Standortkosten" weiterhin FlĂŒge aus Deutschland strichen, brauche es keine nationale Tourismusstrategie mehr, sagte der FDP-Abgeordnete Nico Tippelt. Deutschland mĂŒsse von den hohen Standortkosten runter und sich dem Wettbewerb stellen. "Die internationale Wirtschaft hebt ansonsten ohne Deutschland und vor allem auĂerhalb Deutschlands ab."
Deutscher Tourismusverband: "Die Richtung stimmt"
Der Deutsche Tourismusverband (DTV) begrĂŒĂte den Bericht. Im Dialog zwischen Politik und Branche sei an vielen Themen konkret gearbeitet worden, sagte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Norbert Kunz. "Die Richtung stimmt." Nun komme es darauf an, die richtigen Weichen zu stellen, um einen strategisch untermauerten Schlussbericht auf den Weg zu bringen, der die Tourismusentwicklung fĂŒr die nĂ€chsten zehn Jahre in den Blick nehme, sagte Kunz. Aus Sicht des DTV mĂŒssten dabei die Tourismusfinanzierung und die Tourismusförderung stĂ€rker thematisiert werden.
Bis zum Ende der Legislaturperiode will die Bundesregierung einen Abschlussbericht vorlegen, "um ein ResĂŒmee zu ziehen und weitere Handlungsfelder und MaĂnahmen fĂŒr einen zukunftsfĂ€higen Tourismus aufzuzeigen". Die VorgĂ€ngerregierung hatte bereits 2019 eine nationale Tourismusstrategie beschlossen. Damals standen weniger BĂŒrokratie und flexiblere Arbeitszeiten im Mittelpunkt.
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