USA, China

USA und China suchen VerstÀndigung im Zollstreit

10.05.2025 - 17:05:43 | dpa.de

Mit Zöllen weit ĂŒber 100 Prozent dĂŒrfte der Handel zwischen den grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften praktisch zum Erliegen kommen. Das wollen beide Seiten verhindern. Und suchen eine AnnĂ€herung.

  • Eine AnnĂ€herung ist im Interesse beider LĂ€nder. (Archivbild) - Foto: ---/XinHua/dpa
  • AnnĂ€herung, keine Verhandlungen, sagen die USA (Archivbild) - Foto: Jeff Chiu/AP/dpa
Eine AnnÀherung ist im Interesse beider LÀnder. (Archivbild) - Foto: ---/XinHua/dpa AnnÀherung, keine Verhandlungen, sagen die USA (Archivbild) - Foto: Jeff Chiu/AP/dpa

Einige Wochen nach der Eskalation im Zollstreit zwischen den USA und China haben in Genf erste GesprĂ€che auf Ministerebene zur Beilegung der Spannungen begonnen. Die enormen Zölle zwischen den beiden grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der Welt haben nachhaltige Auswirkungen auf den Welthandel und drohen, das Weltwirtschaftswachstum zu beeintrĂ€chtigen. 

Die GesprĂ€che fĂŒhren US-Finanzminister Scott Bessent und der chinesische Vize-MinisterprĂ€sident He Lifeng. Auch der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer war in Genf. Am Samstag gab es zwei GesprĂ€chsrunden, wie aus Delegationskreisen verlautete. Eine Fortsetzung war fĂŒr Sonntag geplant. Keine Seite machte Angaben ĂŒber den Inhalt. 

In Genf befindet sich auch die Welthandelsorganisation (WTO), in der mehrere LĂ€nder Klagen gegen die US-Zölle angekĂŒndigt haben, darunter die EuropĂ€ische Union. Sie argumentieren, dass die AufschlĂ€ge gegen WTO-Regeln verstoßen. Sollte die Weltwirtschaft in zwei rivalisierende Machtblöcke zerfallen, drohe langfristig ein RĂŒckgang des weltweiten realen Bruttoinlandsprodukts um sieben Prozent, warnte die WTO. Das hĂ€tte vor allem verheerende Folgen fĂŒr Entwicklungs- und SchwellenlĂ€nder.

US-PrĂ€sident Donald Trump wirft China unfaire Handelspraktiken vor und hat nach seinem Amtsantritt die Zölle auf chinesische Waren auf 145 Prozent hochgeschraubt. China reagierte mit Gegenzöllen von 125 Prozent auf US-Waren. Beide LĂ€nder versuchten bislang den Eindruck zu erwecken, dass sie am jeweils lĂ€ngeren Hebel sitzen und keinen ersten Schritt auf den anderen zugehen mĂŒssen. 

Trump sagte mehrfach, China habe um Verhandlungen gebeten, aber die chinesische Regierung betonte, dass Washington auf Peking zugegangen sei, um GesprĂ€che zu starten. Am Freitag brachte Trump auf seinem eigenen Social-Media-Kanal eine RĂŒcknahme der US-Zölle auf 80 Prozent ins GesprĂ€ch. 

China hatte am Freitag einen Exportanstieg auf Dollarbasis um 8,1 Prozent fĂŒr April gemeldet, vor allem dank stĂ€rkerer GeschĂ€fte mit LĂ€ndern in SĂŒdostasien. Von Januar bis April sei der Handel mit der sĂŒdostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) auf Yen-Basis um 9,2 Prozent gestiegen, wĂ€hrend er mit den USA um 2,1 Prozent zurĂŒckging.

Eine AnnĂ€herung sei im beiderseitigen Interesse, sagte Bessent im Vorfeld in einem Fernsehinterview. Ein Abkommen sei in Genf nicht zu erwarten, eher eine VerstĂ€ndigung auf Themen, die besprochen werden mĂŒssten. China betonte, man könne nur auf Augenhöhe verhandeln. Die USA mĂŒssten ihre Fehler korrigieren.

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