MVG-Test ab 17. August: Zwei E-Midibusse im Liniennetz erprobt
Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 00:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) setzt ihre Strategie zur Elektrifizierung der Busflotte fort und beginnt in der zweiten Augusthälfte mit einer neuen Versuchsreihe im Liniennetz.
Im Fokus stehen dabei zwei elektrische Midibusse unterschiedlicher Hersteller, die unter realen Bedingungen im Stadtverkehr erprobt werden sollen. Dieser Test dient dazu, Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit und Integration kompakter Elektromodelle in den bestehenden Fuhrpark zu gewinnen.
Testbetrieb mit zwei unterschiedlichen Fahrzeugtypen
Im Rahmen der angekündigten Erprobung kommen zwei spezifische Fahrzeugmodelle zum Einsatz: der Solaris Urbino 9 LE electric sowie der Wrightbus WB9 9M BUS EU. Bei beiden Fahrzeugen handelt es sich um sogenannte Midibusse, die aufgrund ihrer geringeren Abmessungen im Vergleich zu Standard-Solobussen eine spezialisierte Rolle im ÖPNV einnehmen.
Die Testphase ist zeitlich präzise gestaffelt. In einer ersten intensiven Testwoche, die für den Zeitraum vom 17. bis zum 20. August angesetzt ist, werden beide Fahrzeuge ganztägig im Einsatz sein.
Nach Abschluss dieser ersten Phase ist vorgesehen, dass der Wrightbus weiterhin im Liniennetz verkehrt, sich dann jedoch primär auf Einsätze in den Vormittagsstunden konzentriert. Diese differenzierte Einsatzplanung erlaubt es den Verantwortlichen, die Fahrzeuge sowohl unter Volllast während der gesamten Betriebszeit als auch in spezifischen Zeitfenstern zu beobachten.
Technische Spezifikationen und Einsatzgebiet in Thalkirchen
Das Einsatzgebiet der Testfahrzeuge beschränkt sich auf die Linie 135, die durch den Stadtteil Thalkirchen führt. Diese Wahl ist strategisch begründet, da Midibusse mit einer Länge von etwa 8 bis 10 Metern besonders für Streckenabschnitte geeignet sind, die engere Kurvenradien oder ein geringeres Fahrgastaufkommen aufweisen als die stark frequentierten Hauptlinien.
Die MVG testet ab 17. August zwei E-Midibusse auf der Linie 135 – ein wichtiger Schritt für die Elektrifizierung kompakter Busse. Erfahren Sie, wie Sie Reichweite und Ladeinfrastruktur abstimmen und welche Fahrzeugmodelle sich für enge Strecken eignen. Jetzt kostenlosen Praxisbericht anfordern
Trotz ihrer kompakten Bauweise bieten die Testfahrzeuge Platz für 50 bis 60 Fahrgäste. Damit schließen sie die Lücke zwischen kleineren Kleinbussen und den üblichen 12-Meter-Solobussen.
Die technischen Daten der Modelle von Solaris und Wrightbus weisen darauf hin, dass die Hersteller versuchen, hohe Batteriekapazitäten und effiziente Antriebssysteme in einem verkürzten Fahrgestell unterzubringen, ohne dabei maßgebliche Einbußen beim Passagierkomfort hinzunehmen.
Einordnung in die Mobilitätsstrategie
Die aktuelle Testreihe ist Teil eines größeren Transformationsprozesses bei der MVG. Ziel ist es, die Busflotte schrittweise auf emissionsfreie Antriebe umzustellen, um den Anforderungen des Klimaschutzes und der Luftreinhaltung in der Landeshauptstadt gerecht zu werden.
Während bei den Standard- und Gelenkbussen bereits verschiedene Elektro-Modelle im Einsatz sind, stellt die Elektrifizierung der kleineren Midibus-Segmente eine spezifische Herausforderung dar.
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Hierbei müssen vor allem die Reichweite im täglichen Umlauf und die Ladeinfrastruktur an den Betriebshöfen aufeinander abgestimmt werden. Die Ergebnisse der Fahrten auf der Linie 135 werden voraussichtlich als Entscheidungsgrundlage für künftige Beschaffungsprozesse dienen. Dabei wird nicht nur die rein technische Zuverlässigkeit der Batterien und Motoren bewertet, sondern auch das Zusammenspiel mit der Bordelektronik und die Rückmeldungen aus dem täglichen Betriebsdienst.
Mit dem Einsatz des Wrightbus und des Solaris-Modells vergleicht die MVG zudem zwei verschiedene Ansätze im Fahrzeugbau für dieses spezielle Segment des europäischen Marktes.
