HausgerÀtehersteller BSH wÀchst dank neuer MÀrkte
10.04.2025 - 11:10:22 | dpa.de
Obwohl viele Kunden billiger kaufen und weniger EinbaukĂŒchen gebraucht werden, hat der HausgerĂ€tehersteller BSH seine UmsĂ€tze vergangenes Jahr leicht steigern können. Konkret ging es 2024 um 3 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro nach oben. Die Bosch-Tochter lĂ€sst damit den Einbruch nach dem Corona-Boom hinter sich. Zahlen zum Gewinn nennt BSH nicht.Â
Finanzchef Thorsten LĂŒcke sprach von einem herausfordernden Umfeld. Unter anderem leidet BSH unter dem Einbruch der ImmobilienmĂ€rkte, weil dadurch die Nachfrage nach EinbaukĂŒchen gesunken ist. Zudem beobachte man in Europa einen wachsenden Trend hin zu niedrigen Preiskategorien.
Das zeigt sich auch in den Zahlen zu Produktgruppen und Regionen. WĂ€hrend die UmsĂ€tze bei Ăfen, Kochfeldern und KĂŒhlgerĂ€ten sanken, legten sie bei kleinen HausgerĂ€ten, WĂ€sche, aber auch GeschirrspĂŒlern zu. Der mit Abstand wichtigste Markt Europa gab leicht um 2 Prozent nach, China mit 4,5 Prozent etwas stĂ€rker. Ein Zuwachs von 3 Prozent in Nordamerika und vor allem ein Plus von 14 Prozent in den Emerging Markets - unter anderem Osteuropa, Mittlerer Osten, afrikanischer Kontinent, Indien - glichen dies aber mehr als aus.
Vergangenes Jahr hatte BSH den Abbau von 3.500 Jobs weltweit angekĂŒndigt. Dabei sei man im Plan, hieĂ es nun. Zu den möglichen Folgen von US-Zöllen hielt sich das Unternehmen bedeckt. Man prĂŒfe derzeit deren Auswirkungen. GrundsĂ€tzlich setze man aber auf einen Local-for-local-Ansatz - also möglichst produzieren in den jeweiligen MĂ€rkten.
BSH ist nach eigenen Anhaben europĂ€ischer MarktfĂŒhrer bei HausgerĂ€ten. Zu den Marken des Unternehmens gehören Bosch, Siemens, Neff und Gaggenau.
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