Neubauwohnungen: Preise steigen knapp 6 Prozent, Angebot dürfte sinken
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 12:33 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Immobilienvermittler von LBS und Sparkassen rechnen mit einem wieder anziehenden Interesse an Bestandsimmobilien und einer zunehmenden Stabilisierung des Preisniveaus. Das geht aus dem aktuellen LBS/Sparkassen-Preisspiegel 2026 hervor, für den rund 400 Immobilienvermittler befragt wurden, wie aus einem Bericht vom 27. Oktober 2026 hervorgeht.
Demnach bewegen sich die Preise für bestehende Eigenheime im bundesweiten Durchschnitt derzeit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Bei älteren Reihenhäusern sowie Eigentumswohnungen verzeichnen die Vermittler zwar leichte Preissteigerungen, diese Werte bleiben jedoch weiterhin unter dem Höchststand aus dem Peak 2023. Ein deutlicherer Zuwachs zeigt sich hingegen im Neubausektor: Neue Eigentumswohnungen verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr um knapp 6%.
Uneinheitliche Aussichten für den Neubau
Für den weiteren Verlauf prognostizieren LBS und Sparkassen für Bestandsimmobilien eine Entwicklung mit stabilen bis leicht steigenden Preisen. Für den Neubau zeichnet sich hingegen eine regional uneinheitliche Nachfragesituation ab.
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Aufgrund der anhaltend hohen Baukosten gehen die Experten davon aus, dass das Angebot an Neubauten künftig abnehmen dürfte. Preisrückgänge seien in diesem Marktsegment nicht zu erwarten, größere Preissprünge zeichneten sich nach Einschätzung der Vermittler derzeit allerdings ebenfalls nicht ab.
In bestimmten Teilen Deutschlands zieht das Interesse an bestehenden Objekten bereits spürbar an. So nimmt die Nachfrage nach freistehenden Bestands-Einfamilienhäusern laut der Erhebung in ausgewählten Regionen wieder zu. Konkret nannten die Vermittler hierbei den Niederrhein, die Eifel, das nördliche Rheinland-Pfalz, den Norden Niedersachsens, Berlin sowie Oberfranken und Niederbayern.
Hohe Sanierungsbereitschaft bei Käufern
Neben der allgemeinen Marktentwicklung beleuchtete eine Sonderbefragung im Rahmen des Preisspiegels das Vorgehen der Erwerber bei Bestandsgebäuden. Das Ergebnis zeigt eine ausgeprägte Bereitschaft zu baulichen Maßnahmen: Zwei Drittel der Kunden führen demnach häufig Modernisierungen durch, was auch energetische Sanierungen einschließt. Zudem gaben 37% der befragten Experten an, dass Käufer dabei häufig Fördermittel der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Anspruch nehmen.
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Trotz der erkennbaren Tendenzen zur Erholung bestehen am Markt weiterhin Herausforderungen. LBS-Verbandsdirektor Axel Guthmann wies darauf hin, dass der jüngste Anstieg der Zinsen das neu gewonnene Zutrauen potenzieller Immobilienkäufer wieder dämpfen könnte. Um den Erwerb von Wohneigentum unter diesen Bedingungen zu erleichtern und den Markt zu stützen, forderte Guthmann gezielte Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer.
