Aktienmarkt in der EU zeigt sich optimistisch

Veröffentlicht am: 31.01.2020 um 11:14 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Neubewertung der Deutscher Bank Aktien fĂŒhrt zu einer deutlichen Erholung.

Container (Archiv), Illustration mit AI erstellt.
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Die Neustrukturierung der Deutschen Bank zeigt erste Erfolge. Zum ersten Male seit November 2018 konnten die Aktie des deutschen Geldinstituts am Freitag im Handel wieder die Marke von 8,50 Euro ĂŒberschreiten. Auslöser dieser markanten Erholung war eine Neubewertung des Potentials der Deutschen Bank Aktie durch die französische SocietĂ© General, eine der wichtigsten GeschĂ€ftsbanken in Frankreich. Aktuell konnte die Aktie ihre AufwĂ€rtsbewegung noch weiter fortsetzen und stabilisierte sich bei 8,60 Euro. Damit konnten die Aktien einen Zugewinn von 3,5 Prozent am heutigen Handelstag verzeichnen. Mit dem Anstieg des Aktienkurses von fast 4 Prozent am gestrigen Börsentag, scheint sich endgĂŒltig eine Trendwende abzuzeichnen. Die SocietĂ© General hatte zur Wochenmitte ihre bisher aufrechtgehaltene Verkaufsempfehlung fĂŒr die Wertpapiere des deutschen Finanzinstituts aufgegeben. Der Chefanalyst der französischen GeschĂ€ftsbank, Andrew Lim, gab sein Kursziel fĂŒr die Deutsche Bank Aktie von 4,00 Euro auf. Als neues Ziel setzte die SocietĂ© die Marke von 8,00 Euro. Die bisherige Zielvorgabe von 4,00 Euro hatte viel zur InstabilitĂ€t der Aktie der Deutschen Bank beigetragen. Die SocietĂ© hatte im Juli 2019 mit dieser Zielmarke fĂŒr erhebliche Unruhe an der Börse gesorgt, standen die Aktien der Deutschen Bank zu diesem Zeitpunkt noch auf 7,00 Euro. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2013 rĂ€t Andrew Lim, die Aktien der Deutschen Bank im Depot zu halten. Mit dieser VerĂ€nderung der Empfehlung, setzte eine deutliche Beruhigung auf Seiten der Anleger ein. Als GrĂŒnde fĂŒr seine Neubewertung nannte der Analyst der französischen GeschĂ€ftsbank vor allem eine VerĂ€nderung in der EinschĂ€tzung der Kapitalsituation des Finanzinstituts. War in den vergangenen Jahren eine deutliche Unterkapitalisierung festzustellen, geht der Analyst aktuell sogar von einem KapitalĂŒberschuss aus. Die Zahlen fĂŒr die Kernkapitalquote seien positiv und deuteten auf eine weitere Stabilisierung. Zudem ging Lim von einer Fortsetzung dieses Trends aus. Daher bewertete er den aktuellen Preis der Aktie angemessen und sah derzeit keine grĂ¶ĂŸeren Risken. Trotz der positiven Wende in der EinschĂ€tzung des Potentials der Aktie, muss weiterhin konstatiert werden, dass unter den im dpa-AFX gerankten Finanzinstituten keines zum Kauf der Aktie rĂ€t. Allerdings gibt es mit der Credit Suisse und dem Bankhaus Metzler weiterhin zwei renommierte AnalysehĂ€user, welche die Deutsche Bank Aktie und ihr Potential Ă€ußerst skeptisch beurteilen. Die Aktie wird von den beiden Finanzinstituten mit „Underperform“ und „Sell“ als prekĂ€r eingestuft. Der Grund fĂŒr diese negative Gesamtperspektive ist die Zeitkomponente. Beide Institute sehen zwar den richtigen Weg eingeschlagen, aber betonen die Langfristigkeit des Reformkurses. Analyst Kian Abouhossein vom Finanzinstitut J.P.Morgan argumentierte gestern in gleicher Weise. Das Strukturprogramm kommt ohne Zweifel voran, aber es wird noch ein harter Weg sein, so der Bankvertreter. Ein Blick in die Kursgeschichte der Aktie relativiert die positive Entwicklung der letzten Tage erheblich. Um die Zahlen aus dem Jahr 2017 mit einem damaligen Kurswert von 18,00 Euro einzustellen, mĂŒsste noch einiges geschehen. Von den Kurswerten vor der Finanzkrise, können die Anleger nur trĂ€umen. Damals hatte die Aktie einen Handelswert von ĂŒber 100 Euro.

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