Neuer EU-Haushalt: Von der Leyen warnt vor starken KĂŒrzungen
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 10:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Mir ist klar, dass es nicht einfach ist, allen SachzwĂ€ngen gerecht zu werden. Ich weiĂ auch um die schwierige Haushaltslage in den Mitgliedstaaten", sagte von der Leyen im Europaparlament in StraĂburg. Mit starken KĂŒrzungen aber "wĂŒrden wir bei entscheidenden PrioritĂ€ten, auf die wir uns alle gemeinsam verstĂ€ndigt haben, erhebliche EinschrĂ€nkungen vornehmen".
Deutschland zahlt gröĂten Beitrag
In BrĂŒssel wird derzeit ĂŒber den neuen Gemeinschaftshaushalt fĂŒr die Jahre 2028 bis 2034 gerungen. Die EuropĂ€ische Kommission schlĂ€gt inflationsbereinigt (zu Preisen von 2025) rund 1,76 Billionen Euro vor, die fĂŒr verschiedene EU-Vorhaben genutzt werden sollen - etwa Verteidigungsbeschaffung, Agrarpolitik, Strukturförderung oder das Austauschprogramm Erasmus. Finanziert wird der riesige Topf ĂŒberwiegend aus einem Anteil des Bruttonationaleinkommens (BNE) der Mitgliedstaaten. Als gröĂte Volkswirtschaft der EU zahlt Deutschland den mit Abstand höchsten Beitrag.
Bundeskanzler Friedrich Merz fordert eine KĂŒrzung dieses Haushaltsansatzes um mehrere hundert Milliarden Euro und hat mit Ăsterreich, Schweden, DĂ€nemark, Finnland und den Niederlanden eine Allianz gegen die KommissionsplĂ€ne geschmiedet.
VerstÀndigung bis Jahresende?
Bislang ist das Ziel, bis Jahresende einen Kompromiss zu finden. Da die Positionen der LĂ€nder teils sehr weit auseinander liegen, gilt das als Ă€uĂerst ambitioniert. Seit Juli hat Irland den rotierenden Vorsitz der EU-Staaten inne und ist damit dafĂŒr zustĂ€ndig, die Haushaltsverhandlungen voranzutreiben. Es wird erwartet, dass das Land in den kommenden Tagen einen neuen Kompromissvorschlag prĂ€sentiert.
